Nur für sichere Fahrzeuge gibt es ein „Pickerl“

Von Gemeindereporter Gerty
Akt.:
beim Blick über die Schulter erhält Harald Schedler von Hasan jede Menge Tipps.
beim Blick über die Schulter erhält Harald Schedler von Hasan jede Menge Tipps. - © Gerty Lang
Unter der Haube läuft für Harald Schedler alles wie geschmiert.

Dornbirn. Der Beruf des KFZ-Technikers interessierte mich schon immer, eigentlich seit meiner Moped-Zeit. Ich habe oft selbst an dem Zweirad herumgeschraubt“, strahlt Harald Schedler und genießt es sichtlich, bei Mazda Wohlgenannt seine Lehre absolvieren zu dürfen. Denn, so lange er sich erinnern kann, fahren auch seine Eltern einen Mazda.

Der höfliche junge Mann sucht besonders gerne nach Fehlern und Defekten an den Fahrzeugen, obwohl er erst im September mit seiner Ausbildung begonnen hat. Der Lehrberuf des Kfz-Technikers eröffnet ihm den Weg in die Welt der Motoren und beinhaltet das Prüfen, Zerlegen, Reparieren und Warten von Fahrzeugen. „Das moderne Auto ist heute ein Zusammenspiel raffinierter Elektronik und ausgereifter Mechanik. Der Lehrling erlernt in der dreieinhalb Jahre dauernden Ausbildungsphase deshalb auch den Umgang mit modernen Mess- und Diagnosegeräten sowie Computern,“ gibt sein Ausbildner Günter Wohlgenannt einen Einblick in den Beruf.

„Die Technik der modernen Kraftfahrzeuge hat sich erheblich verändert. Deshalb gehören hochkomplexe Sicherheitstechnik und immer mehr Elektronik inzwischen auch zum Berufsbild eines Kfz-Technikers. Mit dem Wandel der Technik in Richtung Elektrofahrzeuge und Fahrassistenten steht der Lehrling stets vor neuen Herausforderungen“, so Werkstattleiter Michael Kovacec, der ständig an Weiterbildungsseminaren teilnimmt und sein Wissen an das Team weitergibt. Harald wird in den nächsten Jahren so einiges lernen: Angefangen beim Tauschen von Zündkerzen und Luftfiltern über das Kontrollieren der Abgaswerte bis hin zum Durchführen von mechanischen und elektronischen Mess- und Prüfverfahren. Ziel seiner Arbeit wird es sein, Fahrzeuge wieder in optimalen Zustand zu bringen.

Dafür müssen mitunter auch Lenkung, Bremsen und Radaufhängung ausgebaut und gewartet werden. „Im ersten Lehrjahr lernt man die Grundlagen über Motoren. Auch darf ich bereits Reifen wechseln, Bremsen auseinanderbauen und beim Service mithelfen. Meine schulischen Leistungen sind auch nicht schlecht und ich glaube, dass ich mich auch beim ‚Schnuppern’ recht gut angestellt habe. Zudem bringe ich auch ein technisches Verständnis mit und bin mit dem Computer gut vertraut“, schmunzelt der sympathische 16-jährige. Interessant sind die Pickerl-Überprüfungen und die Dokumentation der Ergebnisse Gibt es Mängel an den Fahrzeugen, müssen diese behoben werden. Denn nur ein Fahrzeug in optimalem Zustand bekommt von den Kfz-Technikern ein „Pickerl”.

 

Lehrbetrieb
Auto Wohlgenannt GmbH
Schwefel 56, 6850 Dornbirn
Telefon: 05572 22846

Was macht den Beruf aus?

Günter Wohlgenannt, Ausbildner
Früher konnte man Autos noch reparieren, heute wird eher ausgetauscht. Aber an der Grundlehre hat sich nichts geändert, obwohl alles viel elektronischer geworden ist. Heute werden Fehler diagnostiziert. Ich habe die Lehre bei meinem Vater gemacht und einer meiner Söhne arbeitet auch bei uns. Das Schöne am Beruf ist, dass einem mit der Ausbildung alle Wege im Beruf offen stehen.

Harald Schedler, 1. Lehrjahr
Es gibt jeden Tag etwas Neues, man weiß in der Früh nie, was kommt und einen in den nächsten Stunden beschäftigen wird. Das macht es spannend. Immer wieder gibt es auch Fälle, bei denen man nach Lösungen suchen muss. Diese Sachen, die nicht alltäglich sind, habe ich besonders gern. Ich prüfe den Reifendruck, tausche die Bremsflüssigkeit und nehme die Einstellungen der Servicezeiten vor.

Hasan Tavli, Geselle
Ich bin jetzt seit einem Jahr in der Firma und ich finde es super. Für mich war KFZ-Techniker die Wunschlehre. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. In meiner Ausbildungszeit war der Elektroniker noch dabei. Heute braucht es dieses Zusatzmodul. Es ist ein Beruf, bei dem man sich ständig weiterbilden muss, denn sonst ist man weg vom Fenster.

 

Info:
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Aufgaben: Kfz-Techniker

arbeiten in Kfz-Werkstätten, beraten Kunden über Reparaturen und Servicearbeiten und kontrollieren, warten, reparieren und montieren mechanische, elektrische und elektronische Bauteile von Fahrzeugen wie Motor, Fahrwerk, Beleuchtungs-, Zünd- und Starter- oder Alarmanlagen. Sie nehmen Einstellungen an Motor, Bremsen, Lenkung oder Lichtanlage vor und erledigen vorgeschriebene Servicearbeiten. In Industriebetrieben arbeiten Kfz-Techniker auch bei der Herstellung von Fahrzeugen mit.

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