Weitere Videos von Montreal-Mörder Magnotta aufgetaucht

Päckchen in Vancouver ähneln vorherigen Paketen mit Leichenteilen.
Päckchen in Vancouver ähneln vorherigen Paketen mit Leichenteilen. - © Interpol
Auch nach seiner Festnahme in Berlin hält der mutmaßliche Mörder von Montreal die kanadische Polizei in Atem.

Ein Polizeisprecher bestätigte am Mittwoch, dass weitere Videos des 29-jährigen Pornodarstellers Luka Rocco Magnotta aufgetaucht sind, die dieser während seiner zehntägigen Flucht aus Kanada ins Internet gestellt haben soll. Alle drei Videos zeigen Magnotta, in einem sagt er: “What’s up and hi to all my fans” (Was gibt’s neues und Hallo an alle meine Fans), während im Hintergrund Madonnas “La Isla Bonita” spielt.

Mord mit Eispickel

Nach Angaben des Polizeisprechers wird derzeit untersucht, wann genau die Videos angefertigt wurden. Der 29-Jährige steht in Verdacht, einen chinesischen Bekannten in der Nacht zum 25. Mai in Montreal mit einem Eispickel ermordet und die Leiche zerstückelt zu haben. Den Mord soll er gefilmt und das Video ins Internet gestellt haben. Gleichzeitig schickte er zwei Päckchen mit einem abgetrennten Fuß seines Opfers sowie einer Hand an kanadische Parteien. Nach der Tat tauchte Magnotta zunächst in Paris unter, am Montag wurde er schließlich in Berlin gefasst.

Leichenteile auch an Schulen geschickt

Inzwischen tauchten an zwei Schulen in Vancouver weitere Pakete mit Leichenteilen auf. Nach Angaben der Ermittler ähneln sie den beiden vermutlich von Magnotta abgeschickten Päckchen. Die Polizei in Montreal übernahm die Ermittlungen zu den beiden neuen Päckchen. Unklar war zunächst, ob der darin enthaltene Fuß sowie eine weitere Hand ebenfalls von dem ermordeten chinesischen Studenten stammten. Von ihm fehlt laut Polizei zudem noch der Kopf. Die Ermittler befürchten nun, dass dieser ebenfalls mit der Post verschickt worden sein könnte.

Ein weiterer gruseliger Fund stellte sich unterdessen als harmlos heraus. Ein Fuß, den ein Passant am Mittwoch auf der Straße in Montreal entdeckte, war nach Angaben der Polizei aus Plastik.

(APA)

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