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194 Stellungnahmen: Kraftwerksprojekt sorgt für Aufregung

Das Projekt von Rondo Ganahl bleibt umstritten. Gemeinde lehnt ab, Entscheidung bis Jahresende erwartet.
Das Projekt von Rondo Ganahl bleibt umstritten. Gemeinde lehnt ab, Entscheidung bis Jahresende erwartet. ©Rondo Ganahl AG
Im Genehmigungsverfahren für das geplante Reststoff-Kraftwerk von Rondo Ganahl in Frastanz sind insgesamt 194 Stellungnahmen eingegangen.

Das Interesse am geplanten Reststoff-Kraftwerk in Frastanz ist groß: Insgesamt 194 Stellungnahmen wurden im Rahmen des laufenden Genehmigungsverfahrens beim Land Vorarlberg eingebracht. Wie Wolfgang Eberhart, Leiter der Abfallwirtschaftsabteilung, bestätigt, können jedoch zwei Eingaben nicht berücksichtigt werden – sie sind erst nach Ablauf der Frist eingelangt.

Für Eberhart ist die hohe Zahl wenig überraschend. "Die starke öffentliche Diskussion rund um das Projekt hat sicherlich dazu beigetragen", lässt sich die Situation zusammenfassen. Zudem betreffe das Vorhaben gleich mehrere sensible Bereiche – von Luftqualität über Wasser bis hin zum Verkehrsaufkommen.

Umweltverträglichkeitsprüfung läuft

Derzeit befindet sich das Projekt in der Phase der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). In den kommenden Schritten werden Gutachten weiter ausgearbeitet und die Umweltverträglichkeitserklärung vertieft. Darin sollen die möglichen Auswirkungen des Kraftwerks umfassend analysiert und bewertet werden.

Ein endgültiger Bescheid wird laut aktuellem Stand bis Ende des Jahres erwartet.

Politischer Gegenwind aus Frastanz

Für zusätzliche Brisanz sorgt die Haltung der Standortgemeinde: Die Gemeindevertretung von Frastanz hat sich erst vor wenigen Tagen einstimmig gegen das Projekt ausgesprochen. Diese ablehnende Stellungnahme erhöht den Druck im laufenden Verfahren.

Der betroffene Verpackungshersteller Rondo Ganahl reagierte darauf mit Enttäuschung, betonte jedoch zugleich die Bereitschaft, weiterhin auf einen "konstruktiven Dialog" zu setzen. Das berichtet der ORF.

Fakten im Überblick

  • 194 Stellungnahmen im Verfahren eingelangt
  • Zwei Stellungnahmen wegen Fristversäumnis ausgeschlossen
  • Umweltverträglichkeitsprüfung derzeit im Gange
  • Bescheid bis Ende des Jahres geplant
  • Gemeinde Frastanz spricht sich geschlossen gegen das Projekt aus

Das Reststoff-Kraftwerk bleibt damit eines der meistdiskutierten Industrieprojekte in Vorarlberg – mit offenem Ausgang.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
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