20 Beschäftigte betroffen: Dornbirner Firma stellt Betrieb ein
Alteingesessenes Unternehmen
Ein alteingesessenes Unternehmen in Dornbirn wird seine Geschäftstätigkeit im Juni 2026 einstellen. Der laufende Lagerabverkauf ist bereits im Gange, eine Insolvenz liegt laut Geschäftsführung nicht vor.
Denn der Versandhändler Biber Umweltprodukte mit Sitz in Dornbirn wird per Ende Juni 2026 seine Geschäftstätigkeit einstellen und den Betrieb schließen. Diesbezügliche Informationen bestätigte der geschäftsführende Gesellschafter Christoph Intemann im wpa-Gespräch vor Ort in Dornbirn. Biber wurde 1995 und damit vor mehr als 30 Jahren gegründet.
Wie Intemann sagte, erfolgte die Entscheidung zur Schließung zwar mit schwerem Herzen, aber aus betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit heraus. Er betonte in dem Zusammenhang, dass es sich um eine reguläre Schließung und nicht um eine Insolvenz handle. "Wir stehen wirtschaftlich noch gesund da und niemand wird zu Schaden kommen. Gegenwärtig läuft noch ein paar Wochen lang der Lagerabverkauf und dann werden die Tore geschlossen."
"Keine Perspektive für ein Anziehen der Nachfrage"
Verantwortlich für diese Entscheidung "aus unternehmerischer Verantwortung" heraus seien die unverändert schwierige Wirtschaftslage, eine deutlich zurückgegangene Nachfrage und immer enger werdende gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Der Hauptabsatzmarkt von Biber ist die DACH-Region.
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"Hier spüren wir die Rückgänge sehr stark, wobei die Schweiz noch das geringste Minus zu verzeichnen hat." Begonnen habe die deutlich rückläufige Nachfrage im Jahr 2024. "Das Problem dabei ist, dass uns die Perspektive fehlt. Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass sich das Geschäft in naher Zukunft wieder verbessern wird."
Jahresumsatz auf elf Millionen Euro gesunken
In den vergangenen Jahren hatte Biber Umweltprodukte nach Angaben von Intemann einen durchschnittlichen Jahresumsatz von etwa 14 Millionen Euro erzielt. Man zähle an die 250.000 Kundinnen und Kunden.
Zuletzt sei der Umsatz dann aber auf elf Millionen Euro gesunken. Zudem sei es nicht mehr gelungen, Gewinne zu erzielen. Man wolle der negativen Entwicklung nicht so lange zusehen, bis eine reguläre Schließung ohne Schaden für Kunden und Lieferanten nicht mehr möglich sei.
20 Mitarbeitende von der Schließung betroffen
Im Geschäftsjahr 2024/25 (Juni) beschäftigte Biber am Sitz in Dornbirn und im Lager in Lauterach im Jahresschnitt an die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Personalstand wurde in den vergangenen Wochen bereits auf elf Mitarbeitende reduziert und wird mit der Schließung Ende Juni auf null heruntergefahren werden.
(wpa/gübi)