AA

50 Jahre Liebherr in Nenzing: So sah der Standort in den 70er-Jahren aus

Vom kleinen Werk zum Industrie-Riesen: 50 Jahre Liebherr Nenzing.
Vom kleinen Werk zum Industrie-Riesen: 50 Jahre Liebherr Nenzing. ©Liebherr
Was 1976 mit 39 Beschäftigten begann, hat sich zu einem der wichtigsten Industriestandorte Vorarlbergs entwickelt: Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH beschäftigt heute fast 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gilt weltweit als Innovationsführer im Spezialtiefbau. Am 27. Juni feiert das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

1969 gründete Liebherr im deutschen Ehingen an der Donau, rund 150 Kilometer beziehungsweise etwa eineinhalb Autostunden von Nenzing entfernt, ein Werk für die Entwicklung und Produktion von Auto- und Schiffskranen. Der Standort entwickelte sich rasch zu einer Erfolgsgeschichte. Trotz laufender Investitionen stieß das Werk schon bald an seine Kapazitätsgrenzen.

Vom Donauufer ins Walgau

Nenzing als Standort für den Bereich der maritimen Krane rückte in den Fokus. Das Areal des heutigen Liebherr-Werks erwies sich als ideal: Das Grundstück bot ausreichend Platz für spätere Ausbaustufen und verfügte über einen nahezu direkten Anschluss an die Rheintalautobahn. Hinzu kam ein weiterer entscheidender Faktor: Vorarlberg genoss bereits damals den Ruf eines Wirtschaftsstandorts mit engagierten und hervorragend ausgebildeten Fachkräften. Damit waren die Weichen für die Ansiedlung des Unternehmens in Nenzing gestellt.

Zur Vorarlberg-Karte: So sah der Standort Nenzing in den 70er-Jahren aus

Bürgermeister ebnete den Weg

Die Ansiedlung im Jahr 1976 ist unter anderem dem Engagement des damaligen Bürgermeisters Kurt Kraft zu verdanken. Die Entwicklung verlief rasant: Während 1976 erst 39 Menschen am neuen Standort arbeiteten, waren es nur drei Jahre später bereits 548 Beschäftigte. Damit entwickelte sich das Werk innerhalb kürzester Zeit zu einem bedeutenden Arbeitgeber im Walgau.1979 wurde das Fertigungsprogramm um das Segment Seilbagger erweitert.

Eine wichtige strategische Weichenstellung erfolgte ab 2012: Der Standort Nenzing wurde neu ausgerichtet. Die Produktion maritimer Krane wurde schrittweise in das Liebherr-Werk Rostock verlagert, in Nenzing konzentrierte sich Liebherr fortan verstärkt auf die Entwicklung und Fertigung von Baumaschinen.

Das Areal in den 70er-Jahren und heute. ©VOL.AT, Land Vorarlberg

Vom Kranwerk zum Weltmarktführer

Heute zählt das Werk zu den wichtigsten Liebherr-Standorten weltweit. Auf einer Betriebsfläche von rund 254.000 Quadratmetern entwickeln und produzieren 1.878 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Raupenkrane, Hydroseilbagger sowie Ramm- und Bohrgeräte, die auf Baustellen rund um den Globus zum Einsatz kommen.

©Liebherr

Das 50-jährige Bestehen feiert Liebherr Nenzing mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 27. Juni 2026.

PDF

Tag der offenen Tür 2026

Programm, Lageplan und Hinweise als PDF.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Nenzing
  • 50 Jahre Liebherr in Nenzing: So sah der Standort in den 70er-Jahren aus