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50G-Crash in Suzuka: Bearman sorgt für F1-Schockmoment

Bearman auf dem Weg vom Medical-Center zurück ins Paddock.
Bearman auf dem Weg vom Medical-Center zurück ins Paddock. ©AFP
Beim Grand Prix von Japan 2026 sorgt ein schwerer Unfall von Haas-Pilot Ollie Bearman für Aufsehen. Der Brite übersteht einen Einschlag mit 50 G relativ glimpflich. Währenddessen feiert Mercedes-Pilot Kimi Antonelli den Sieg.

Heftiger Abflug nach Überholversuch

Runde 22 in Suzuka. Das Feld sortiert sich, das Mittelfeld fährt dicht an dicht. Ollie Bearman, nach einem Qualifying-Problem nur von Platz 18 gestartet, setzt zur Aufholjagd an. Vor ihm: der Alpine von Franco Colapinto.

Auf dem Weg zur Spoon-Kurve geht Bearman volles Risiko. Mit aktiviertem Energie-Boost zieht er innen an, obwohl die Systeme dort eigentlich auf Laden ausgelegt sind. Der Geschwindigkeitsüberschuss ist enorm.

Zunächst scheint das Manöver aufzugehen. Doch als Bearman links vorbeiziehen will, bewegt sich auch Colapinto leicht nach außen, offenbar um die Linie zu verteidigen. Für Bearman kommt das überraschend – zu spät für eine Korrektur.

50-G-Einschlag – Auto völlig zerstört

Bearman versucht auszuweichen, gerät dabei ins Gras – bei hohem Tempo ein Kontrollverlust ohne Chance auf Rettung. Sein Haas dreht sich, schlittert zurück über die Strecke und schlägt seitlich in die Reifenstapel ein.

Die Telemetrie zeigt eine enorme Belastung: 50 G beim Einschlag.

Der Wagen ist danach ein Totalschaden. Bearman kann zwar selbst aussteigen, muss aber gestützt werden. Besonders das rechte Bein bereitet Probleme. Im Medical Center folgt die Entwarnung: keine Brüche, "nur" eine Knie-Stauchung.

Keine Strafe – aber viele Fragen

Eine Strafe gegen Colapinto bleibt aus. Laut Reglement befand er sich noch nicht in der Bremsphase und ließ ausreichend Platz. Dennoch zeigt der Vorfall, wie schnell sich Situationen zuspitzen können.

Der entscheidende Faktor: der enorme Tempo-Unterschied durch das unterschiedliche Energie-Management.

Neue Diskussion um Sicherheit

Der Crash dürfte die Diskussion um die neue Fahrzeuggeneration neu entfachen. Schon in Suzuka wurde sichtbar, wie groß die Geschwindigkeitsdifferenzen beim Anbremsen sein können.

McLaren-Teamchef Andrea Stella hatte bereits bei den Testfahrten gewarnt, dass genau solche Szenarien zu schweren Unfällen führen könnten. Bisher verzichtete die Formel 1 jedoch auf Regelanpassungen.

(VOL.AT)

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