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51 Mal beauftragt: Auf diese Firma setzt das Land am häufigsten

Manchen Firmen kommen bei Landesaufträgen besonders häufig zum Zug
Manchen Firmen kommen bei Landesaufträgen besonders häufig zum Zug ©VOL.AT / Canva
Eine Auswertung nach Anzahl der Vergaben zeigt, welche Unternehmen das Land Vorarlberg besonders häufig beauftragt.

Rund 1.000 Aufträge im Wert von jeweils mindestens 25.000 Euro hat das Land Vorarlberg in den vergangenen drei Jahren vergeben – Daten, die das Transparenzportal seit 1. Juli 2023 öffentlich einsehbar macht. Wir haben ausgewertet, welche Firmen dabei besonders häufig zum Zug kamen.

Elektro Steiner führt mit Abstand

Mit 51 Aufträgen liegt Elektro Steiner aus Nüziders klar an der Spitze. Das Unternehmen liefert vor allem elektrotechnische Arbeiten im Straßen- und Tunnelbereich, etwa beim Schnepfauer Tunnel. Dahinter folgen Nägele Hoch- und Tiefbau mit 30 Aufträgen und SWARCO Traffic Austria (Niederösterreich) mit 24. Auf den Plätzen vier und fünf liegen Wilhelm+Mayer Bau sowie Hilti & Jehle.

Das Grundprinzip der Liste: Viele Aufträge bedeuten nicht automatisch das höchste Volumen. Nägele etwa erzielt mit 30 Aufträgen 11,4 Millionen Euro – HTB Baugesellschaft kommt mit nur acht Aufträgen auf 7,7 Millionen, weil darunter Spezialtiefbau beim Stadttunnel Feldkirch steckt.

Straßenbetrieb dominiert das Ranking

Der auffälligste rote Faden in der Liste: Landesstraßen, Tunnel, Brücken. Klassische Bauunternehmen wie Nägele, Hilti & Jehle, Wilhelm+Mayer, Oberhauser & Schedler und Tomaselli Gabriel tauchen mit Instandsetzungen, Hangsicherungen und Brückenarbeiten auf.

Spezialisierte Anbieter ergänzen das Bild: SWARCO mit Ampeln und Verkehrstechnik, Elektro Steiner mit elektromechanischer Ausrüstung, MIGU aus Lustenau mit Belagssanierungen, Anton Steiner (Niederösterreich) mit Leitschienen. Viele dieser Leistungen fallen nicht einmalig, sondern laufend an, was die hohe Auftragszahl erklärt.

Fahrzeuge: viele Vorgänge, überschaubares Volumen

Vier Unternehmen aus dem Fahrzeugbereich landen ebenfalls weit vorne: Das Autohaus Walter Malin aus Sulz mit 15 Aufträgen und 0,43 Millionen Euro, MAN Truck & Bus (Niederösterreich) mit 13 Aufträgen und 1,27 Millionen Euro, dazu Pappas Auto (Niederösterreich) und das Autohaus Rudi Lins aus Nüziders. Jede Beschaffung von Pkw, Lkw oder Kommunalfahrzeugen erscheint als eigener Vorgang. In Summe bleibt das Volumen aber weit unter jenem großer Bauprojekte.

Planer, Techniker, Betrieb

Neben Bau und Fahrzeugen finden sich auch Planer und technische Dienstleister in den Top 20. Schimetta Consult aus Feldkirch und die Bernard Gruppe (Tirol) kommen über Straßen- und Infrastrukturplanung in die Liste, Siemens über Mess- und Regelungstechnik in Landesgebäuden, Aicher Architekten (Dornbirn) über Leistungen rund um das Landhaus Bregenz. Der Maschinenring erscheint achtmal, für Arbeitskräfteüberlassung beim Landesflussbauhof. Auch hier gilt: Die Häufigkeit bildet regelmäßige Leistungen ab, nicht zwingend die höchsten Beträge.

Jetzt bist du dran

Such selbst: nach deiner Gemeinde, nach einer Firma, nach einem bestimmten Projekt. Schau nach, welche Aufträge das Land vergeben hat – und an wen.

Dir fällt etwas auf? Ein Fehler in den Daten, oder eine Auffälligkeit, der wir nachgehen sollen? Schreib uns – in den Kommentaren oder per Mail an redaktion@vol.at. Wir prüfen jeden Hinweis.


So wurde gezählt

Gezählt wurden veröffentlichte Landesaufträge ab 25.000 Euro netto aus dem Transparenzportal. Rahmenvereinbarungen wurden als Zuschlag gewertet; klar zuordenbare Einzelabrufe daraus wurden nicht zusätzlich erfasst. Offensichtliche technische Dubletten wurden entfernt. Erfasst wurden Aufträge aus dem Zeitraum Juli 2023 bis Mai 2026.

(VOL.AT/lum)

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