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548 Tage nach Horrorsturz: Ganahl feiert Weltcup-Comeback

©Ski Austria/Weigl
548 Tage nach seinem schweren Radunfall, der ihn beinahe an den Rollstuhl gefesselt hätte, feierte der Gaschurner Skibergsteiger Daniel Ganahl ein beeindruckendes Weltcup-Comeback.

Beim Vertical-Rennen in Courchevel kehrte der 29-Jährige mit Tränen, Gänsehaut und Laola-Welle zurück auf die Weltcup-Bühne. "Ich konnte zwei Tage vorher schon nicht mehr gut schlafen, weil ich so nervös war", gesteht Ganahl offen. "So nervös war ich noch nie vor einem Rennen", ergänzt er.

Daniel Ganahl ist zurück im Weltcup. ©Ski Austria / Weigl

Der Weg zurück war alles andere als leicht: Nach seinem schweren Unfall am 19. Juli 2024 stand eine niederschmetternde Diagnose im Raum. Die Ärzte sagten, dass er womöglich nie wieder laufen könne. Doch Ganahl kämpfte sich zurück. Schritt für Schritt, Trainingseinheit für Trainingseinheit.

Laola-Welle von den Teamkollegen

Am Renntag fand er seinen Fokus. Das Vertical-Rennen in Courchevel wurde als Nachtrennen mit Einzelstart ausgetragen. Direkt nach dem Start eine kurze Abfahrt, dann begann der steile Anstieg. "Meine Teamkollegen starteten viel später als ich. Sie standen am Ende der Abfahrt, feuerten mich an und machten die Laola-Welle für mich. Das war wirklich sehr emotional", erinnert sich Ganahl an diesen besonderen Moment, der für ihn mehr war als nur ein sportlicher Wettkampf.

Ergebnis rückt in den Hintergrund

Sportlich gesehen lieferte Ganahl eine solide Leistung. Bei der Hälfte des Rennens lag er auf Platz 40, fiel später noch ein paar Plätze zurück und beendete das Rennen schließlich als 45. Ein Resultat, mit dem er zufrieden ist: "Nun ist der erste Weltcup in den Büchern und ich bin sehr zufrieden, weiß aber auch, woran ich noch arbeiten muss. Ich wusste, dass mir die Strecke nicht besonders liegen wird, weil ich mir in den flachen Passagen noch schwer tue, den Schub nach vorne zu bekommen. Da muss ich noch trainieren, dass mein Körper wieder lernt, im Flachen in einem schönen Gleitschritt zu gehen."

Daniel Ganahl startete beim Saisonfinale 2024 in Cortina zuletzt im Weltcup. ©Ski Austria / Weigl

Verlobte erwartete Ganahl im Ziel

Im Ziel wartete seine Verlobte mit Jubel, ein weiterer emotionaler Höhepunkt. Und auch von der internationalen Skibergsteiger-Community wurde Ganahl herzlich empfangen. "Ich wurde in der Skibergsteiger-Familie wirklich wieder toll aufgenommen, von allen Nationen", sagt er.

Der zweite Vorarlberger im Feld, Daniel Zugg, erreichte als 31. das Ziel, ebenfalls ein solides Ergebnis. Doch der Tag gehörte Ganahl: ein Wettkampf, der weit über Platzierungen hinausging und der zeigt, wie stark der menschliche Wille sein kann.

(VOL.AT)

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