Bereits jetzt nutzen 2,7 Millionen Österreicher mehrmals pro Woche das Fahrrad, aber die Ministerin möchte den Radverkehrsanteil weiter auf 13 Prozent steigern.
Internationale Perspektive
Winfried Hermann, der Verkehrsminister von Baden-Württemberg, war ebenfalls anwesend und betonte die Wichtigkeit des Austauschs in dieser Angelegenheit. Er nahm zahlreiche Ideen und Anregungen vom Radgipfel mit nach Hause.
Investitionen in die Radinfrastruktur
Ministerin Gewessler erklärte, dass die österreichische Regierung erhebliche Mittel in den Ausbau der Radinfrastruktur und andere Fördermaßnahmen investiere. Im Jahr 2023 sind 68 Millionen Euro für das Förderprogramm vorgesehen. Seit 2020 wurden bundesweit rund 392 Kilometer an Radwegen und mehr als 3.700 Radabstellanlagen finanziell unterstützt.
Strategische Radverkehrspolitik
Winfried Hermann betonte die strategische Herangehensweise bei der Förderung des Radverkehrs. Es sei von entscheidender Bedeutung, die entsprechende Infrastruktur zu schaffen, um die Mobilität zu ermöglichen und gleichzeitig das Klima zu schützen. Dies sei ein gemeinsames Ziel für Politiker und Bürger.
Vorarlbergs Beitrag
Daniel Zadra, Mobilitätslandesrat von Vorarlberg, stimmte dieser Herangehensweise zu und verwies auf die steigende Anzahl von "Alltagsradlern" in Vorarlberg, nicht nur im Sommer. Er betonte, dass ein gutes Angebot die Nachfrage fördere und die Infrastruktur weiter ausgebaut werden sollte.
Bedeutung der Radkultur
Die Politiker waren sich einig, dass neben der Infrastruktur auch eine positive Radkultur gefördert werden müsse. Dieter Egger, Bürgermeister von Hohenems, betonte, dass Radkultur eine Haltung sei, die auf Angeboten und positiven Anreizen basieren solle, anstatt auf Verboten und erhobenen Zeigefingern.
(APA/VOL.AT)