Barcelona zählt seit Jahren zu den meistbesuchten Städten Europas. Die katalanische Metropole ist bekannt für die Architektur Antoni Gaudís, ihren Stadtstrand und ihr kulturelles Angebot. Zugleich kämpft sie mit den Folgen des Massentourismus.
Nach Schätzungen besuchen jährlich rund 30 Millionen Menschen die Stadt. Viele Einheimische kritisieren steigende Mieten, die unter anderem auf Kurzzeitvermietungen zurückgeführt werden.
Verdopplung der Abgabe ab 1. April 2026
Im Februar 2026 beschlossen die Behörden eine deutliche Erhöhung der Ortstaxe. Ab dem 1. April 2026 wird die bisherige Abgabe verdoppelt. Die zusätzlichen Einnahmen sollen laut Beschluss in Initiativen für leistbaren Wohnraum fließen. Für Gäste eines Fünf-Sterne-Hotels steigt die Ortstaxe von bisher 3,50 Euro auf sieben Euro pro Nacht.
Höhe abhängig von der Hotelkategorie
Die Abgabe richtet sich nach der Sternebewertung der Unterkunft. Zusätzlich kann in Barcelona eine kommunale Abgabe erhoben werden, die schrittweise erhöht werden soll. Bis 2029 könnte die kommunale Komponente auf bis zu acht Euro steigen.
In Summe könnten Gäste einer Luxusherberge im Jahr 2029 bis zu 15 Euro pro Person und Nacht bezahlen.
Wie ein britisches Reisemagazin vorrechnet, könnten für zwei Personen bei einem zweitägigen Aufenthalt in einem Vier-Sterne-Hotel – diese Kategorie macht nahezu die Hälfte aller Hotels in Barcelona aus – zusätzliche Kosten von bis zu 45,60 Euro entstehen. Grundlage sind Abgaben von bis zu 11,40 Euro pro Nacht und Person.
Tourismus als Belastung und Einnahmequelle
Barcelona steht seit Jahren vor der Herausforderung, den wirtschaftlichen Nutzen des Tourismus mit den Interessen der Stadtbevölkerung in Einklang zu bringen. Die nun beschlossene Erhöhung der Ortstaxe ist Teil dieses Versuchs.
(VOL.AT)