AA

Acht Jahre für den Traum vom Spiel des Jahres: Zwei Vorarlberger entwickeln "Gemüsegarten"

©philipp steurer
Eric Ehrne (l.) und Tay Hagen setzen bei "Gemüsegarten" auf Humor und Strategie. ©Philipp Steurer

Mit Gemüsehelden, Humor und Strategie wollen Tay Hagen und Eric Ehrne Spieler an einen Tisch bringen. Ihr selbst entwickeltes Brettspiel "Gemüsegarten" soll im Herbst erscheinen.

Ein Brettspiel entwickeln und damit einmal "Spiel des Jahres" werden – so begann für Tay Hagen und Eric Ehrne vor acht Jahren alles bei einem Abend im Freundeskreis. "Wie wär’s, wenn wir ein Brettspiel machen?", erinnert sich Hagen, wie plötzlich die Idee im Raum stand. Aus der Idee wurde ein Herzensprojekt. In einer größeren Gruppe entstand ein erstes Konzept, das zunächst in der Schublade verschwand. Jahre später griffen Hagen und Ehrne das Projekt wieder auf und entwickelten "Gemüsegarten" komplett neu. "Erst dann hatten wir das Gefühl: Jetzt funktioniert es, und jetzt macht es Spaß", sagt Ehrne. Bis der fertige Prototyp auf dem Tisch lag, vergingen rund drei Jahre.

Das Spiel entstand in jahrelanger Arbeit. ©Philipp Steurer

Gemüsehelden statt Raumschiffe

Statt Fantasywelten geht es um Gemüsehelden, Pflanzen und allerlei Herausforderungen im Garten. Humor spielt dabei eine große Rolle. "Das Spiel nimmt sich selbst nicht allzu ernst", sagt Ehrne. Auf jeder Karte finden sich kleine Wortspiele und augenzwinkernde Texte. Dank eines variablen Spielfelds und zufallsbestimmten Ereignissen gleicht keine Partie der anderen.

Jeder Gemüseheld hat seinen eigenen Namen. ©Philipp Steurer

Besonders wichtig war den beiden, unterschiedliche Spielertypen an einen Tisch zu bringen. "Gemüsegarten" ist für zwei bis sechs Personen ab zwölf Jahren gedacht. "Unser Ziel war immer, dass sowohl jemand Spaß hat, der nur gelegentlich UNO spielt, als auch jemand, der regelmäßig komplexe Brettspiele spielt", erklärt Hagen. Testgruppen halfen, Regeln und Spielablauf zu verbessern. Dabei beobachteten die beiden die Testspieler bewusst aus der Distanz. Wo es Unklarheiten oder Diskussionen gab, wurde nachgebessert. So entstand nach und nach ein Spiel, das möglichst leicht zugänglich ist.

Jede Partie verläuft anders: Das Spielfeld wird bei jedem Spiel neu aufgebaut. ©Philipp Steurer

Mehr als nur Spiele entwickeln

Neben Spielmechanik und Gestaltung mussten sich die beiden auch mit Unternehmensgründung, Zertifizierungen und Produktion beschäftigen. Gleichzeitig achteten sie darauf, möglichst nachhaltige Materialien wie Holz und Baumwolle einzusetzen.

Liebevolle Illustrationen und witzige Wortspiele prägen das Brettspiel. ©Philipp Steurer

Start im Herbst geplant

Vor der Veröffentlichung soll "Gemüsegarten" über die Crowdfunding-Plattform Gamefound finanziert werden. Parallel laufen bereits Gespräche mit Spielwarengeschäften und Gärtnereien in Vorarlberg. "Es ist einfach ein Herzensprojekt von zwei besten Freunden", sagt Ehrne. "Wir möchten Menschen zusammenbringen, die gemeinsam lachen und eine gute Zeit haben."

  • ADMIN AT
  • vol
  • Acht Jahre für den Traum vom Spiel des Jahres: Zwei Vorarlberger entwickeln "Gemüsegarten"