Alarm in Italien: Beliebte Reiseziele kämpfen mit Hepatitis-Welle
Fälle nehmen deutlich zu
Seit Wochen sorgt ein Hepatitis-A-Ausbruch in Italien für Aufmerksamkeit. Laut dem italienischen Gesundheitsinstitut Istituto Superiore di Sanità wurden in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt 262 Infektionen registriert. Allein im März kamen 160 Fälle hinzu.
Ein Schwerpunkt liegt in der Region Kampanien mit bekannten Reisezielen wie Neapel, Capri und der Amalfiküste. Berichten zufolge sind auch Latium und Apulien betroffen.
Verbot für rohe Meeresfrüchte in Neapel
Die Stadt Neapel reagierte bereits Mitte März auf die Entwicklung. Bürgermeister Gaetano Manfredi bestätigte am 19. März den Ausbruch und kündigte Maßnahmen an.
Konkret wurde das Servieren von rohen Meeresfrüchten untersagt. Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro rechnen. Auch Privatpersonen wird vom Verzehr solcher Produkte derzeit abgeraten.
Als mögliche Ursache für die Infektionen gilt der Konsum von kontaminierten Muscheln.
Hinweise für Reisende
Auch internationale Behörden reagieren. Das deutsche Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise angepasst und empfiehlt, auf rohe Lebensmittel – insbesondere Meeresfrüchte – zu verzichten.
Zusätzlich wird geraten, grundlegende Hygieneregeln einzuhalten und behördliche Anweisungen vor Ort zu befolgen. Eine Impfung gegen Hepatitis A kann ebenfalls sinnvoll sein.
Was bedeutet das für Urlauber?
Wer in den Osterferien nach Italien reist, muss sich auf Einschränkungen einstellen – vor allem in der Gastronomie. Klassiker wie rohe Muscheln stehen vielerorts vorübergehend nicht auf der Speisekarte.
(VOL.AT)