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Als Sebastian Kurz wieder Thema war: Wallners Blick auf den politischen Ausnahmezustand

Archivbild: Ex-Kanzler Sebastian Kurz mit LH Markus Wallner.
Archivbild: Ex-Kanzler Sebastian Kurz mit LH Markus Wallner. ©Roland Paulitsch
Als im Jänner 2025 die Koalitionsverhandlungen platzten und Karl Nehammer als Kanzler zurücktrat, rückte kurzzeitig auch ein mögliches Comeback von Sebastian Kurz in den Fokus.

Der Satz fällt ohne Pathos. "Sonderlich ernst genommen habe ich es nicht", sagt Markus Wallner. Gemeint sind die Diskussionen über ein mögliches politisches Comeback von Sebastian Kurz. Gesagt hat der Vorarlberger Landeshauptmann das in der Sendung "Vorarlberg LIVE".

Rückblickend bezieht er sich damit auf den Jänner des Vorjahres – auf eine Phase politischen Ausnahmezustands, in der Koalitionsverhandlungen zerbröselten, ein Kanzler ging und das Land kurzzeitig wieder über einen alten Namen sprach.

Sebastian Kurz.

Tage der politischen Unsicherheit

Ausgangspunkt der damaligen Debatte war der 3. Jänner 2025. An diesem Tag erklärten die Neos ihren Ausstieg aus den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP von Kanzler Karl Nehammer und der SPÖ. Das geplante Bündnis war als stabile Alternative zu einer Kanzlerschaft des FPÖ-Wahlsiegers Herbert Kickl angelegt. Ohne die Neos hätten ÖVP und SPÖ jedoch nur über eine Stimme Mehrheit im Nationalrat verfügt.

Noch während sich ÖVP und SPÖ nach dem Abbruch der Gespräche neu orientierten, verschärfte sich die politische Lage weiter. Angeblich war ein mögliches Comeback von Sebastian Kurz – wie "Der Standard" berichtete – konkreter als gedacht. Einen Tag später platzten auch die Gespräche zwischen ÖVP und SPÖ endgültig. Karl Nehammer trat als Kanzler und Parteichef zurück. Die Frage nach der weiteren Regierungsbildung war offen.

Wallners Rückblick

Markus Wallner bestätigt, dass es innerhalb der Volkspartei Diskussionen über Sebastian Kurz gegeben habe. Diese seien auch öffentlich geführt worden. Er habe diese Debatten wahrgenommen, sagt Wallner.

Politisch leitend seien sie für ihn jedoch nicht gewesen. Er ordnet sich weder einem Lager der Unterstützer noch jenem der Skeptiker zu. Stattdessen spricht er von einer "Österreich-Fraktion". Für ihn sei in dieser Phase entscheidend gewesen, dass Österreich rasch wieder eine handlungsfähige Regierung bekommt.

Eine persönliche Bewertung des früheren Kanzlers nimmt Wallner nicht vor. Er geht auch nicht auf konkrete parteiinterne Überlegungen oder Varianten ein, die damals diskutiert worden sein könnten.

Spätere Berichte

Erst im Nachhinein wurde laut "Standard" öffentlich, dass die Überlegungen rund um ein mögliches Comeback von Sebastian Kurz weitergegangen waren, als es zu diesem Zeitpunkt nach außen den Anschein hatte. Berichte legten nahe, dass innerhalb der ÖVP unterschiedliche Szenarien zumindest geprüft wurden. Kurz selbst sprach später davon, eine Rückkehr sei "kurzfristig spannend" gewesen.

Wallner äußert sich zu diesen später bekannt gewordenen Details nicht. Seine Einschätzung der damaligen Situation bleibt unverändert. Die Diskussionen um Sebastian Kurz hätten für ihn keine maßgebliche Rolle gespielt.

Unterschiedliche Gewichtungen

Wallners Aussagen zeigen, dass die politische Situation Anfang 2025 innerhalb der Volkspartei unterschiedlich bewertet wurde. Während auf Bundesebene verschiedene Optionen diskutiert wurden, stand für den Vorarlberger Landeshauptmann nach eigenen Angaben die rasche Wiederherstellung der Regierungsfähigkeit im Vordergrund.

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Die Debatte um ein mögliches Comeback von Sebastian Kurz ordnet Wallner rückblickend als für ihn nicht ausschlaggebend ein. Entscheidend sei gewesen, dass Österreich wieder über eine funktionierende Bundesregierung verfügt.

(Red.)

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