Teampräsentation, neue Gesichter und ein neues Arbeitsgerät: Das Team Vorarlberg startet mit frischem Elan in die Saison. Besonders einer hat sich mit dem neuen Rad bereits angefreundet: Kilian Feurstein.
Der 22-jährige Vorarlberger sorgte zuletzt bei der Istrien-Rundfahrt in Kroatien für ein Ausrufezeichen. Auf der ersten Etappe fuhr er auf Rang vier und verpasste das Podest nur knapp. Ein Ergebnis, das Selbstvertrauen gibt. Und das Material? Passt.
"Es ist aerodynamisch richtig schnell. Ich fühle mich richtig wohl auf dem neuen Rad. Am Material wird es heuer sicher nicht scheitern", sagt Feurstein.
Der Umstieg auf Argon 18 scheint zu greifen. Der ehemalige Mountainbiker ist endgültig auf der Straße angekommen. "Mittlerweile sitze ich aber nicht mehr oft auf dem Mountainbike. Der Fokus liegt voll auf der Straße."
Der nächste Schritt ist eingeplant
Der starke Saisonstart kommt nicht von ungefähr. Feurstein wirkt bereit für den nächsten Schritt. "Es war auf jeden Fall ein sehr guter Start in die Saison, die Form stimmt schon mal."
Die Ziele sind entsprechend klar formuliert: Tour of the Alps im April, der Grand Prix Vorarlberg am 1. Mai und, wenn möglich, die Tour of Austria. "Als Vorarlberger ist der Grand Prix Vorarlberg selbstverständlich ein absolutes Highlight", sagt Feurstein.
Es ist seine dritte Saison im einzigen Profi-Radteam des Landes. Eine Phase, in der aus Talent Konstanz werden soll.
Rückschläge und Comeback-Pläne bei Kapitän Stüssi
Während Feurstein nach vorne blickt, musste Colin Stüssi zuletzt zurückstecken. Der 32-jährige Schweizer, seit Jahren eine fixe Größe im Team, startete alles andere als ideal in die Saison.
Bei der Sardinien-Rundfahrt stürzte er schwer. "Ich bin auf der zweiten Etappe gestürzt und heftig aufs Knie gefallen, bin die Rundfahrt aber trotzdem noch zu Ende gefahren." Die Diagnose folgte später: Muskelfaserriss und starke Prellung. Als wäre das nicht genug, kam noch eine Grippe dazu.
Der Routinier als Anker im Team
Stüssi ist längst mehr als nur ein Fahrer. In seiner achten Saison beim Team Vorarlberg übernimmt er Verantwortung. "Vom Alter und den Resultaten her bin ich schon ein wenig in der Leader-Rolle. In unserem Team hat aber jeder ein Mitspracherecht", zeigt er seine Teamfähigkeit.
Trotz prominenter Abgänge, etwa von Alexander Konychev oder Jannis Peter, sieht er das Team gut aufgestellt. "Ich glaube, unser Team ist richtig stark, wir haben viele junge Fahrer mit viel Potenzial dabei. Das kann eine gute Saison werden." Auch persönlich blickt er nach vorne. Sein Ziel: rechtzeitig zur Tour of the Alps wieder fit sein. Der Fokus liegt klar auf dem Comeback.
Zwischen Erfahrung und Aufbruch
Die Konstellation im Team könnte spannender kaum sein: hier der junge, formstarke Feurstein. Dort der erfahrene Stüssi, der sich zurückkämpft und gleichzeitig als Mentor für die jungen Fahrer fungiert.
Ein gemeinsames Ziel eint sie: die Tour of Austria. "Gerade fürs Team ist die Rundfahrt besonders", sagt Stüssi.
(VOL.AT)