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Asbest in Vorarlberg: Wo lauert noch Gefahr?

Asbest ist ein Stoff mit Vergangenheit – und mit Folgen bis heute. Jahrzehntelang wurde das Material im Bauwesen eingesetzt, etwa in Lüftungsanlagen, Leitungen oder Abgasrohren. (Symbolbild)
Asbest ist ein Stoff mit Vergangenheit – und mit Folgen bis heute. Jahrzehntelang wurde das Material im Bauwesen eingesetzt, etwa in Lüftungsanlagen, Leitungen oder Abgasrohren. (Symbolbild) ©Canva/Symbolbild
Asbest steckt noch in vielen älteren Gebäuden im Land. Die SPÖ verlangt per Anfrage nun einen Überblick zu Belastung und Sanierungen. Auch VOL.AT sucht Hinweise: Leserinnen und Leser können mögliche Fälle melden.

Risiko in alten Gebäuden oft verborgen

Asbest ist ein Stoff mit Vergangenheit – und mit Folgen bis heute. Jahrzehntelang wurde das Material im Bauwesen eingesetzt, etwa in Lüftungsanlagen, Leitungen oder Abgasrohren.

Gesundheitsgefahren durch Asbest. ©APA

Erst wenn saniert, umgebaut oder beschädigt wird, tritt die Gefahr oft zutage: Feinste Fasern können freigesetzt und eingeatmet werden – mit potenziell schweren gesundheitlichen Konsequenzen. Wie verbreitet das Problem heute noch ist, soll nun eine Anfrage im Vorarlberger Landtag klären.

Öffentliche Gebäude besonders im Blick

Im Zentrum stehen dabei Orte, an denen sich regelmäßig viele Menschen aufhalten – etwa Schulen, Turnhallen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Krankenhäuser oder Verwaltungsgebäude.

Die SPÖ Vorarlberg hat eine Landtagsanfrage eingebracht, um Klarheit über den aktuellen Stand von Asbest in Gebäuden und Infrastrukturen des Landes sowie der Gemeinden zu erhalten. Im Bild: Reinhold Einwallner, Umweltsprecher der SPÖ. ©Philipp Steurer

"Asbest wurde über viele Jahre hinweg in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, etwa in Lüftungsanlagen, Abgasleitungen oder auch in Leitungsinfrastruktur. Deshalb ist es notwendig, einen vollständigen Überblick über den aktuellen Bestand zu haben", sagte SPÖ-Umweltsprecher Reinhold Einwallner.

Auch Infrastruktur wird abgefragt

Die Anfrage nimmt nicht nur Gebäude ins Visier. Auch technische Infrastruktur wird thematisiert – darunter Leitungsnetze, insbesondere in der Wasserversorgung. Neben Landesgebäuden sollen auch Einrichtungen der Gemeinden erfasst werden.

"Uns geht es darum, zu wissen, wo Asbest heute noch vorhanden ist, wie die Situation bewertet wird und welche Maßnahmen gesetzt wurden oder geplant sind", so Einwallner.

Sanierungen und Strategie im Fokus

Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit bestehenden Belastungen. Dabei geht es auch um die Frage, ob Sanierungen systematisch erfolgen oder nur dann, wenn ohnehin gebaut wird.

"Gerade bei älteren Beständen stellt sich die Frage, ob Sanierungen systematisch erfolgen oder nur im Anlassfall. Auch dazu braucht es eine klare Datengrundlage", betonte Einwallner.

Wie wird die Bevölkerung informiert?

Neben der Bestandsaufnahme interessiert auch, wie transparent mit dem Thema umgegangen wird: Wie werden Nutzerinnen und Nutzer informiert? Wie läuft der Rückbau? Und wie wird asbesthaltiges Material entsorgt? "Eine sachliche und vollständige Aufarbeitung ist die Grundlage für weitere Entscheidungen im Umgang mit diesen Altlasten", hielt Einwallner fest.

Die Landesregierung hat nun drei Wochen Zeit, die Anfrage zu beantworten.

Leseraufruf: Ihre Hinweise sind gefragt

Asbest ist oft unsichtbar – und wird häufig erst spät entdeckt. Deshalb setzt VOL.AT auch auf die Hinweise seiner Leserinnen und Leser:

Kennen Sie ein Gebäude in Vorarlberg, in dem Asbest vermutet wird?
Sind Sie selbst betroffen oder haben Sie Erfahrungen bei Sanierungen gemacht?

Melden Sie sich bei uns – vertraulich, wenn gewünscht.

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(VOL.AT)

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