Asbest in Vorarlberg: Wo lauert noch Gefahr?
Risiko in alten Gebäuden oft verborgen
Asbest ist ein Stoff mit Vergangenheit – und mit Folgen bis heute. Jahrzehntelang wurde das Material im Bauwesen eingesetzt, etwa in Lüftungsanlagen, Leitungen oder Abgasrohren.
Erst wenn saniert, umgebaut oder beschädigt wird, tritt die Gefahr oft zutage: Feinste Fasern können freigesetzt und eingeatmet werden – mit potenziell schweren gesundheitlichen Konsequenzen. Wie verbreitet das Problem heute noch ist, soll nun eine Anfrage im Vorarlberger Landtag klären.
Öffentliche Gebäude besonders im Blick
Im Zentrum stehen dabei Orte, an denen sich regelmäßig viele Menschen aufhalten – etwa Schulen, Turnhallen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Krankenhäuser oder Verwaltungsgebäude.
"Asbest wurde über viele Jahre hinweg in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, etwa in Lüftungsanlagen, Abgasleitungen oder auch in Leitungsinfrastruktur. Deshalb ist es notwendig, einen vollständigen Überblick über den aktuellen Bestand zu haben", sagte SPÖ-Umweltsprecher Reinhold Einwallner.
Auch Infrastruktur wird abgefragt
Die Anfrage nimmt nicht nur Gebäude ins Visier. Auch technische Infrastruktur wird thematisiert – darunter Leitungsnetze, insbesondere in der Wasserversorgung. Neben Landesgebäuden sollen auch Einrichtungen der Gemeinden erfasst werden.
"Uns geht es darum, zu wissen, wo Asbest heute noch vorhanden ist, wie die Situation bewertet wird und welche Maßnahmen gesetzt wurden oder geplant sind", so Einwallner.
Sanierungen und Strategie im Fokus
Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit bestehenden Belastungen. Dabei geht es auch um die Frage, ob Sanierungen systematisch erfolgen oder nur dann, wenn ohnehin gebaut wird.
"Gerade bei älteren Beständen stellt sich die Frage, ob Sanierungen systematisch erfolgen oder nur im Anlassfall. Auch dazu braucht es eine klare Datengrundlage", betonte Einwallner.
Wie wird die Bevölkerung informiert?
Neben der Bestandsaufnahme interessiert auch, wie transparent mit dem Thema umgegangen wird: Wie werden Nutzerinnen und Nutzer informiert? Wie läuft der Rückbau? Und wie wird asbesthaltiges Material entsorgt? "Eine sachliche und vollständige Aufarbeitung ist die Grundlage für weitere Entscheidungen im Umgang mit diesen Altlasten", hielt Einwallner fest.
Die Landesregierung hat nun drei Wochen Zeit, die Anfrage zu beantworten.
Leseraufruf: Ihre Hinweise sind gefragt
Asbest ist oft unsichtbar – und wird häufig erst spät entdeckt. Deshalb setzt VOL.AT auch auf die Hinweise seiner Leserinnen und Leser:
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(VOL.AT)