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Auswärts-Coup gegen Stockerau: Kennelbach steht vor historischem Schritt

©Serra
Kennelbach bringt den Favoriten ins Wanken – und plötzlich führt ein Weg, der lange unrealistisch schien, ganz nah Richtung Finale.

Es sind diese Abende, die bleiben. Lange nach dem letzten Ballwechsel. Lange nach dem letzten Punkt. Der UTTC Raiffeisen Kennelbach hat am Samstag nicht nur ein Spiel gewonnen, sondern ein Kapitel aufgeschlagen, das im Verein wohl noch oft erzählt werden wird.

Die Freude ist groß nach dem 4:2-Auswärtssieg. ©Verein

Zum ersten Mal überhaupt steht der Klub im Halbfinale der 1. Österreichischen Tischtennis-Bundesliga. Und als wäre das nicht schon genug, folgt ausgerechnet beim favorisierten Grunddurchgangssieger UTTC Panaceo Stockerau ein Auftritt, der alles auf den Kopf stellt. 4:2 für Kennelbach. Auswärts. Gegen ein Team in internationaler Bestbesetzung.

Benes überragt auf großer Bühne

Im Mittelpunkt steht ein Mann, der an diesem Abend kaum zu bremsen ist: Michal Benes. Der Tscheche liefert, als es zählt. Zuerst besiegt er im Einzel den Ägypter Khalid Assar, einen der stärksten Spieler der Liga. Dann legt er im Doppel nach, gemeinsam mit Tomas Martinko. Zwei Siege, die den Ton vorgeben.

Michal Benes war der Mann des Abends für Kennelbach. ©Alexandra Serra

Doch Kennelbach ist an diesem Abend mehr als nur ein Einzelkönner. Tomas Martinko und Simon Pfeffer sichern die beiden weiteren Punkte. Beide setzen sich gegen den Slowaken Mykhailo Lovha durch und sorgen damit für die perfekte Ergänzung zu Benes’ Gala.

Jeder Punkt hart erarbeitet, jeder Satz umkämpft, zweimal entschieden die Nerven im Entscheidungssatz für den Underdog. Und am Ende steht ein Ergebnis, das vor dem Spiel kaum jemand so erwartet hätte.

Finaleinzug plötzlich greifbar

Mit dem 4:2 im Rücken hat sich Kennelbach eine Ausgangslage geschaffen, die vor wenigen Tagen noch wie ein ferner Traum wirkte. Der Einzug ins Finale ist plötzlich real.

Tomas Martinko holte einen Einzelsieg und gewann das Doppel mit Benes. ©Alexandra Serra

Am Montagabend wartet das Rückspiel. Um 18 Uhr geht es in der Turnhalle der Volksschule Kennelbach um den Einzug ins Finale. Heimspiel. Heimvorteil. Und wohl eine Halle, die bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird.

Präsident Arno Schuchter bringt die Gefühlslage im Verein auf den Punkt: "Unglaublich! Dass wir gegen ein in Bestbesetzung angetretenes Stockerau auswärts gewinnen, ist eine faustdicke Überraschung. Im Rückspiel haben wir den Heimvorteil auf unserer Seite. Unsere Halle wird voll sein und mit den Fans im Rücken wollen wir am Montag den Finaleinzug fixieren", sagt Schuchter.

Kapitän Simon Pfeffer sorgte für den 4:2-Endstand. ©Alexandra Serra

Ein Abend, der etwas verändert

Nach diesem Sieg ist Kennelbach nicht mehr nur der Außenseiter, der sich ins Halbfinale gekämpft hat. Kennelbach ist plötzlich ein ernsthafter Kandidat für ganz Großes. Jetzt fehlt noch ein Schritt.

(VOL.AT)

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