Bär in Brand gesichtet: Land ruft zu Vorsicht auf
Braunbär auf Wildkamera dokumentiert
Eine Wildkamera hat am Dienstagmorgen (9. Juni) im Gemeindegebiet von Brand einen Braunbären eindeutig erfasst. Laut dem Vorarlberger Landeswildökologen Hubert Schatz handelt es sich vermutlich um ein jüngeres, männliches Tier.
Woher der Bär stammt und auf welcher Route er ins Brandnertal gelangt ist, ist derzeit noch unklar. Nach Angaben des Landes handelt es sich um den ersten nachgewiesenen Bären in Vorarlberg im laufenden Jahr. Verhaltensauffälligkeiten seien bislang keine festgestellt worden.
"Es besteht derzeit kein Anlass zur Beunruhigung. Wichtig ist, die Verhaltensempfehlungen zu beachten und Sichtungen umgehend zu melden", erklärte Landesrat Christian Gantner in einer Aussendung.
Behörden geben Verhaltensempfehlungen
Die zuständigen Behörden empfehlen der Bevölkerung im betroffenen Gebiet erhöhte Aufmerksamkeit. Wanderer und Erholungssuchende sollen markierte Wege nicht verlassen und Hunde an der Leine führen.
Landwirtschaftliche Nutztiere sollten über Nacht in den Stall gebracht werden. Zudem wird empfohlen, Stalltüren geschlossen zu halten. Bienenstöcke sollten mit Elektrozäunen gesichert werden. Auch Futterquellen in der Natur sowie leicht zugängliche Hausabfälle sollten vermieden werden, um den Bären nicht anzulocken.
So soll man sich bei einer Begegnung verhalten
Kommt es zu einem Zusammentreffen mit dem Tier, raten die Behörden zu einem ruhigen Verhalten. Menschen sollen mit deutlicher Stimme auf sich aufmerksam machen und sich langsam zurückziehen. Dem Bären dürfe man sich keinesfalls nähern. Zudem sollte dem Tier stets ein Fluchtweg offengehalten werden.
Sichtungen melden
Die Bevölkerung wird ersucht, Sichtungen oder sonstige Feststellungen umgehend der nächstgelegenen Polizeidienststelle, der Bezirkshauptmannschaft Bludenz oder dem Landeswildökologen Hubert Schatz (Tel. 0664 6255311, Mail: hubert.schatz@vorarlberg.at) zu melden.
(VOL.AT)