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Baumaßnahmen gegen Hochwasser: Großprojekt Kapfschlucht in finaler Phase

Das Projekt Hochwasserschutz Kapfschlucht in Feldkirch ist abgeschlossen.
Das Projekt Hochwasserschutz Kapfschlucht in Feldkirch ist abgeschlossen. ©Alexandra Serra
Vor vier Jahren starteten die Arbeiten an der Kapfschlucht in Feldkirch. Das Megaprojekt soll die Montfortstadt gegen ein drohendes Hochwasser schützen. Jetzt ist ein Ende der Baumaßnahmen in Sicht.

Verkehrsteilnehmer in Feldkirch haben sich an die Baustelle Kapfschlucht gewöhnt. Wie berichtet, wurden für den Zeitraum zwischen Ende April und Juni weitere Arbeiten rund um die Montfortbrücke angekündigt. Infrastrukturleitungen wurden erneuert, Flächen fertiggestellt und Oberflächen neu gestaltet. Dieser Tage geht das gewaltige Bauvorhaben, das als Hochwasserschutz dient, in Richtung Finalisierung.

"Sicherheit und Komfort verbessert"

Wie ist der aktuelle Stand? "Mit der Abnahme der Hauptbauarbeiten des Bauabschnitts Kapfschluchtaufweitung am 23. April ist dieser Bauabschnitt großteils abgeschlossen", erklärt Oriol Molló Manonelles, stellvertretender Geschäftsführer des Wasserverbands Ill-Walgau. Restarbeiten beziehungsweise Haftungsfragen würden noch "nach Bedarf bearbeitet" werden.

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Ansichtskarte der Ill-Brücke ©Ansichtskartensammlung, Vorarlberger Landesbibliothek

Nach Angaben von Manonelles sollen die Hauptbauarbeiten im Bauabschnitt Montfortbrücke neu "voraussichtlich bis Ende Juni 2026" abgeschlossen werden. Rund 20.000 Pkw fahren täglich über diese Brücke.

Die Brücke wurde höher gelegt.
Als Maßnahme gegen Hochwasser wurde die Heilig-Kreuz-Brücke höher gelegt. ©Alexandra Serra

Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger

Radfahrer und Fußgänger auf der Montfortbrücke sollten bereits erste Verbesserungen spüren, so Manonelles. Für sie stehe jetzt auf der neuen Auskragung ein rund fünf Meter breiter Bereich zur Verfügung, der vom Autoverkehr getrennt ist. "Damit verbessert sich nicht nur die Sicherheit, sondern auch der Komfort deutlich, da mehr Platz und eine klarere Verkehrsführung vorhanden sind."

Aufnahme von der Heilig-Kreuz-Brücke vom August 2024 ©Stiplovsek Dietmar pauschal

Für den Autoverkehr selbst bringe die Aufweitung der Kapfschlucht "keine direkten Veränderung", betont Manonelles. "Ein wesentlicher Vorteil liegt jedoch in der klareren Trennung der Verkehrsarten, insbesondere zwischen Busverkehr sowie Fuß- und Radverkehr." Das erhöhe die Sicherheit und Übersichtlichkeit für alle Verkehrsteilnehmer.

Brücke neu gebaut und angehoben

Was geschah in den vergangenen Monaten? Im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts wurden die Montfort- und Heilig-Kreuz-Brücke komplett neu gebaut und angehoben. Diese Maßnahme war notwendig, um den aktuellen technischen Anforderungen zu entsprechen.

Im Sommer ist das vier Jahre dauernde Großprojekt Kapfschlucht zu Ende.
Im Sommer ist das vier Jahre dauernde Großprojekt Kapfschlucht finalisiert. ©Alexandra Serra

Zwischen dem Wasserstand und der Brücke soll also künftig bei Hochwasser mindestens ein Meter Abstand sein. In den vergangenen Monaten wurde etwa der Flussquerschnitt erweitert. Dadurch kann die Ill bei Hochwasser mehr Wasser aufnehmen.

Aufnahme vom Februar ©Volker Schöller

Ebenfalls entstand eine neue Verkehrsgalerie, geplant von den Architekten Marte.Marte mit einer darüberliegenden Straße beim Veitskapf. Die während der Bauphase errichtete Behelfsbrücke sowie der Fußgängersteg wurden entfernt.

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Schwarz-Weiß-Foto vom verheerenden Hochwasser 1910 ©Ansichtskartensammlung, Vorarlberger Landesbibliothek

Rund 28,6 Millionen Euro Kosten

Ursprünglich war für das Vorhaben eine Investition von rund 24 Millionen Euro geplant. Laut Manonelles liegen die Gesamtkosten des Projekts "derzeit bei rund 28,6 Millionen Euro". "Damit bewegt sich das Projekt innerhalb der zuletzt prognostizierten Summe."

Seit rund vier Jahren wird in der Kapfschlucht gebaut.
Seit rund vier Jahren wird in der Kapfschlucht gebaut. ©Alexandra Serra

Bund und Land tragen jeweils rund 40 Prozent der Summe. Den verbleibenden Anteil finanzieren die Mitglieder des Wasserverbands Ill-Walgau, darunter zwölf Gemeinden, das Land Vorarlberg, Asfinag, die ÖBB und vier Kraftwerksbetreiber.

(VOL.AT/Rausch)

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