Dornbirn: Baustart in der Moosmahdstraße
Mit dem offiziellen Spatenstich hat die Stadt Dornbirn den Start eines zentralen innerstädtischen Bauprojekts gesetzt. Die Moosmahdstraße wird in den kommenden zwei Jahren umfassend erneuert. Ab Montag ist die Durchfahrt durch den Straßenzug nicht mehr möglich. Die Umleitung des Verkehrs ist sowohl großräumig als auch im unmittelbaren Nahbereich der Baustelle klar beschildert. Der Durchzugsverkehr wird frühzeitig auf alternative Routen geführt. Die Zufahrt für Anrainerinnen und Anrainer ist auch während der Bauphase weiterhin möglich. Auch die Geschäfte in der Moosmahdstraße sind erreichbar und offen.
Auslöser für das Projekt ist der Zustand des bestehenden Kanals in der Moosmahdstraße. Dieser muss vollständig erneuert werden. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch weitere unterirdische Leitungen modernisiert. Die Stadt bündelt damit mehrere notwendige Maßnahmen in einem Projekt und schafft die Grundlage für eine langfristig funktionierende Infrastruktur.
Schwammstadt-Prinzip entlastet Kanalnetz bei Starkregen
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Umgang mit Regenwasser. Künftig wird Niederschlagswasser in der Moosmahdstraße nicht mehr vollständig in den Kanal abgeleitet, sondern vor Ort aufgenommen und im Boden gespeichert. Dieses sogenannte Schwammstadt-Prinzip entlastet das Kanalnetz bei Starkregen und verbessert gleichzeitig das Mikroklima im Straßenraum. Das gespeicherte Wasser steht unter anderem für Begrünung zur Verfügung und trägt dazu bei, Hitzeperioden im dicht bebauten Stadtgebiet besser abzufedern.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird sich die Situation in der Moosmahdstraße verbessern. Die erneuerte Infrastruktur sorgt für eine verlässliche Entwässerung und moderne Leitungen. Gleichzeitig wird der Straßenraum neu geordnet und an die heutigen Anforderungen eines innerstädtischen Quartiers angepasst. Ziel sind mehr Übersicht, mehr Sicherheit und eine bessere Nutzung für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.
Aktuelle Informationen zum Projekt, zum Bauablauf sowie zu Verkehrsregelungen und Umleitungen sind auf der eigens eingerichteten Projektseite der Stadt unter www.dornbirn.at/moosmahdstrasse abrufbar.
"Erneuerung der Moosmahdstraße ist in erster Linie eine notwendige Infrastrukturmaßnahme"
Markus Fäßler, Bürgermeister:
"Die Erneuerung der Moosmahdstraße ist in erster Linie eine notwendige Infrastrukturmaßnahme. Der bestehende Kanal entspricht nicht mehr den Anforderungen und muss vollständig erneuert werden. Wenn wir einen Straßenzug aufgraben müssen, ist es sinnvoll, weitere Leitungen gleich mit zu erneuern und den Straßenraum insgesamt neu zu ordnen. So investieren wir nachhaltig und vermeiden, dass in wenigen Jahren erneut Bauarbeiten notwendig werden. Uns ist bewusst, dass die Bauphase mit Einschränkungen verbunden ist, langfristig entsteht aber eine deutlich bessere Situation für das Quartier."
Judith Knabl, Tiefbaustadträtin:
"Die Bauarbeiten sind technisch komplex und erfordern eine Durchfahrtssperre über einen längeren Zeitraum. Deshalb war es uns wichtig, die Verkehrsführung frühzeitig zu planen und sowohl großräumige als auch lokale Umleitungen klar zu beschildern. Ziel ist es, den Bauablauf gut zu koordinieren und die Arbeiten Schritt für Schritt umzusetzen. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, Anrainerinnen, Anrainer und Betriebe laufend zu informieren."
Johannes Zangerl, Stadtrat für Stadtplanung:
"Mit dem Projekt wird nicht nur Infrastruktur erneuert, sondern auch der Straßenraum neu geordnet. Die Moosmahdstraße wird nach Abschluss der Arbeiten übersichtlicher, funktionaler und besser in das umliegende Quartier eingebunden sein. Dabei geht es um eine klare Aufteilung der Verkehrsflächen, bessere Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie um eine Gestaltung, die den Anforderungen eines innerstädtischen Bereichs langfristig gerecht wird."
Juliane Alton, Umweltstadträtin:
"Mit der Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips leisten wir in der Moosmahdstraße einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima und zum Klimaschutz. Regenwasser bleibt künftig stärker im Straßenraum und geht nicht verloren. Das hilft, Hitze zu reduzieren, Grünflächen zu stärken und die Straße auch an heißen Tagen lebenswerter zu machen. Solche Maßnahmen sind entscheidend, um unsere Stadt Schritt für Schritt an die Folgen des Klimawandels anzupassen und langfristig für ein ausgeglichenes Klima im dicht bebauten Stadtgebiet zu sorgen."
(Red.)