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Behindertenausweis sichtbar: Sorge um Mette-Marit wächst weiter

Mette-Marit soll angeblich einen Behindertenausweis besitzen.
Mette-Marit soll angeblich einen Behindertenausweis besitzen. ©APA/AFP
Neue Bilder sollen Norwegens Kronprinzessin mit Sauerstoffgerät und Parkausweis für Menschen mit Behinderung zeigen. Die Aufnahmen aus Oslo deuten laut Medienberichten auf eine Verschlechterung ihrer Lungenfibrose hin.

Neue Bilder sorgen für Aufsehen

Die Sorge um Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wächst. Neue Aufnahmen aus Oslo zeigen laut mehreren Medienberichten die 52-Jährige nicht nur mit einem tragbaren Sauerstoffgerät, sondern auch mit einem Behindertenparkausweis im Fahrzeug.

Laut "Bunte" berichtet das norwegische Magazin "Se og Hør" darüber, dass ein sogenannter "HC-bevis" – ein Parkausweis für Menschen mit Behinderung – gut sichtbar im Auto des Kronprinzenpaares gelegen haben soll. Die Bilder sollen entstanden sein, als Mette-Marit und ihr Ehemann Kronprinz Haakon ein Krankenhaus in Oslo verließen. Auch andere Medien, darunter "Promiflash" und "RTL", berichten übereinstimmend über die Aufnahmen.

Strenge Kriterien für den Ausweis

In Norwegen gelten strenge Voraussetzungen für die Ausstellung eines solchen Ausweises. Wie "Bunte" berichtet, braucht es laut der Straßenbaubehörde "Statens vegvesen" ein ärztliches Attest, das bestätigt, dass Betroffene nicht gehen können oder große Schwierigkeiten haben, längere Strecken zurückzulegen. Zudem muss ein besonderer Bedarf für kurze Wege im Alltag nachgewiesen werden.

Trotz ihrer Erkrankung zeigte sich Mette-Marit zuletzt noch bei offiziellen Terminen gemeinsam mit ihrem Mann. ©APA/AFP

Der Ausweis ist personengebunden und darf nur genutzt werden, wenn die berechtigte Person selbst im Fahrzeug sitzt. Dass Mette-Marit diesen Parkausweis besitzt, werten mehrere Medien als Hinweis auf den fortgeschrittenen Verlauf ihrer Erkrankung.

Krankheit prägt zunehmend den Alltag

Die Kronprinzessin leidet seit Jahren an einer chronischen Lungenfibrose – einer unheilbaren Erkrankung, bei der sich Narbengewebe in der Lunge bildet und die Atmung erschwert.

Im Interview mit dem norwegischen Sender NRK sprach sie zuletzt ungewöhnlich offen über ihre Situation: "Außerdem ist mein Gesundheitszustand so, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Und dieser Zustand hat sich noch etwas verschlechtert." Bereits Ende 2025 hatte der norwegische Hof mitgeteilt, dass sich ihr Zustand verschlechtert habe. Seither wird Mette-Marit auf eine mögliche Lungentransplantation vorbereitet.

Experten sehen fortgeschrittene Erkrankung

Der norwegische Lungenfacharzt Olav Kåre Refvem erklärte gegenüber "Dagbladet", dass die Krankheit die Sauerstoffaufnahme deutlich einschränke. Tragbare Geräte könnten zwar unterstützen, jedoch nicht alle Atemprobleme beseitigen. Dass Mette-Marit inzwischen auf ein solches Gerät angewiesen ist, deute darauf hin, dass die Erkrankung bereits weit fortgeschritten sei.

Auch Politik reagiert betroffen

Die aktuellen Bilder sorgen auch in der norwegischen Politik für Reaktionen. Laut "Bunte" zeigte sich Ministerpräsident Jonas Gahr Støre im Interview mit "TV2" bewegt: Die Aufnahmen hätten "einen tiefen Eindruck hinterlassen". Er betonte, die Krankheit müsse sehr ernst genommen werden, und wünschte der Kronprinzessin eine bestmögliche Behandlung.

Zwischen Pflicht und Gesundheit

Trotz ihrer Erkrankung zeigte sich Mette-Marit zuletzt noch bei offiziellen Terminen – etwa bei einem Staatsbesuch gemeinsam mit ihrem Mann. Doch die jüngsten Entwicklungen lassen erahnen, wie stark ihr Alltag mittlerweile eingeschränkt ist. Der Behindertenausweis und das Sauerstoffgerät machen sichtbar, was sie selbst schon beschrieben hat: dass ihre Krankheit längst den Takt ihres Lebens vorgibt.

(VOL.AT)

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