"Beim Ausgehen kannst du noch sparen" – wie Vorarlberger auf steigende Preise reagieren
Die steigenden Preise machen sich im Alltag deutlich bemerkbar. VOL.AT hat sich in der Dornbirner Innenstadt umgehört, wo die Vorarlberger die Teuerung aktuell am stärksten spüren und wie sie darauf reagieren. Die meistgehörte Antwort war ganz klar: am Kassenzettel im Lebensmittelmarkt.
"Ganz krass bei Lebensmitteln"
Für Marina aus Lustenau ist die Entwicklung klar spürbar. "Im Moment ganz krass bei den Lebensmitteln", gibt sie zu verstehen. Der Wocheneinkauf sei "um einiges" teurer geworden. "Zum Teil fast das Doppelte." Sie reagiert darauf, indem sie verstärkt auf Angebote achtet. "Man muss schon ein bisschen drauf schauen."
"Sparen kann ich eigentlich nirgendwo mehr"
Ähnlich erlebt es Fatma Rockefeller aus Dornbirn. "Da wir eine große Familie sind, merken wir es am meisten an Lebensmitteln." Sie hat eine klare Devise: "Gezielt einkaufen und nur das, was wir brauchen." Gleichzeitig betont sie, dass sie bei der Qualität nicht sparen möchte: "Ich finde, bei Lebensmitteln, bei guter Nahrung, sollte man nicht sparen." Bei Kleidung kauft sie hingegen aktuell nur, was wirklich gebraucht wird. "Sparen kann ich eigentlich nirgendwo mehr."
Lebensmittel, Miete und Mobilfunk
Roman Brunner aus Dornbirn nennt neben den Lebensmitteln auch andere Kostenbereiche. "Bei Lebensmitteln, in Supermärkten sind die Preise teurer geworden", merkt er an. Zusätzlich sei auch die Miete gestiegen. Um gegenzusteuern, hat er schon reagiert: Er nutzt Wertkartentarife für Telefon und Internet, kauft auch bewusster nach Rabattaktionen ein. "Zwei plus eins, wenn ich Schokolade kaufe oder so, da kann ich dann sparen."
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"Beim Tanken hauptsächlich"
Nelly Beck aus Bürs und Nina Breuss aus Übersaxen sehen einen anderen Kostenpunkt. "Beim Tanken hauptsächlich", meint Nina. Nelly fällt es auch beim Einkaufen auf. Die Freundinnen sparen hauptsächlich in einem anderen Bereich: "Beim Ausgehen kannst du eigentlich noch am meisten sparen", sind sie sich einig. Auch Bargetränke seien nämlich deutlich teurer geworden. "Weniger ausgehen und dann geht’s."
"Einkauf, Lebensmittel und so"
Frank Hijmering aus Langenegg nimmt die Preissteigerungen ebenfalls wahr: "In Geschäften, sprich Einkauf, Lebensmittel und so." Insgesamt sieht er sich jedoch in einer vergleichsweise stabilen Situation: "Ich bin in einer glücklichen Lage, dass ich eigentlich die Teuerung nicht so spüre." Konkrete Sparmaßnahmen nennt er daher keine.
Lebensmittel, Wohnkosten und Sprit
"Vor allem Lebensmittel, die von guter Qualität sind", meint Claudio Tedeschi aus Dornbirn. "Wenn man das anschaut, was im Einkaufskorb war und was dann auf dem Kassazettel steht, das hat sich deutlich verändert." Auch bei den Wohnungs- und Betriebskosten habe sich einiges getan. Preisentwicklungen seien teilweise schwer nachvollziehbar. "Wie jetzt gerade die Preise bei Sprit", meint er. "Wir sind zu zweit, bei uns geht es sich gut aus, weil wir beide berufstätig sind", fasst er zusammen. "Aber Familien mit zwei, drei Kindern, da frage ich mich schon, wo man dann da Einschnitte macht."
(VOL.AT)