Beschädigtes Auto war Dauerparker – Wie es nach der Explosion weitergeht
Dauerparker-Auto stark beschädigt
Es handelt sich um ein Auto ohne Kennzeichen, das bereits seit längerer Zeit am Parkplatz abgestellt war. Das bestätigt die Pressestelle der LPD Vorarlberg gegenüber VOL.AT. Die Ermittlungen laufen weiterhin.
Beim VOL.AT-Lokalaugenschein am Donnerstag stand das Fahrzeug noch immer dort. Es ist mittlerweile nicht nur deutlich verschmutzt durch die lange Standzeit, sondern durch die Explosion auch stark beschädigt.
Laut der Polizei kam es am Sonntag gegen 16.40 Uhr zur Explosion. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein bisher unbekannter Gegenstand in oder an das Fahrzeug geworfen worden sein. Verletzt wurde niemand. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sollen sich bei der Polizeiinspektion Bregenz melden.
Seit Jahren am Parkplatz
Das Auto sorgt seit rund zwei Jahren für Diskussionen. Wie Leserfotos beweisen, stand es bereits im November 2024 am Parkplatz, damals noch mit Kennzeichen. Mehrere Personen, die am Parkplatz unterwegs waren, bezeichneten es im Vorbeigehen als "Schandfleck". Es werde hoffentlich bald entfernt, so mehrere Passanten gegenüber VOL.AT. Es liegt bei mehreren Bregenzern auch die Vermutung nahe, dass jemand die Explosion mit der Hoffnung herbeiführte, dass das Auto dadurch endlich entfernt werde.
"Es ist wie ein Denkmal am Friedhof"
Anrainerin Brigitte Flinspach war am Funkensonntag zufällig beim Parkplatz, als zwei Polizisten noch vor Ort waren. "Da hat es am Abend auch beim Funken gekracht", erinnert sie sich. "Sie haben die hintere Türe geöffnet und sich den Schaden angeschaut", erklärt die Bregenzerin. Daraufhin habe sie gefragt, was mit dem Auto nun passiere. Eine klare Antwort hätten ihr die Polizisten jedoch nicht geben können.
Für Flinspach ist das Auto seit längerer Zeit unschön anzusehen. "Seit Jahren steht dieses Teil da. Zuerst hatte es noch Kennzeichen, die sind dann irgendwann abmontiert worden." Sie gehe täglich hier vorbei. "Es ist wie ein Denkmal am Friedhof. Ein Friedhofsdenkmal für ein Auto", gibt sie zu verstehen. Das Fahrzeug sei schon "sehr lang" hier abgestellt. "Eineinhalb bis zwei Jahre", meint Flinspach. Viele würden sich wünschen, dass es wegkomme. "Vor allem jetzt, wo es so ausschaut."
Wie es jetzt weitergeht
Die Stadtpolizei versuchte zuletzt, den Eigentümer des Fahrzeuges zu ermitteln, um eine Entfernung zu veranlassen. Wie Michaela Fink von der Kommunikation der Stadt Bregenz erklärt, liegt der Fall aktuell bei der Bundespolizei. Die Spuren und Beweismittel beim Fahrzeug werden gesichert. "Es ist eine laufende Ermittlung. Darum wird das Auto im Moment auch nicht entfernt", gibt sie zu verstehen.
Das Auto werde voraussichtlich in Abstimmung mit der Polizei entfernt, wenn die Ermittlungen abgeschlossen seien, hieß es aus dem Rathaus. Auch die Ausforschung des Besitzers sei Gegenstand der Ermittlungen.
(VOL.AT)