Bombendrohung in Konstanz: Bahnhof und Hafen gesperrt
Die Lage rund um den beliebten Flohmarkt am Bodensee bleibt angespannt. Wie die Polizei mitteilte, war am frühen Sonntagmorgen eine Bombendrohung eingegangen. Im Zuge der Überprüfungen fanden Einsatzkräfte einen verdächtigen Gegenstand. Daraufhin wurden die Bereiche Klein Venedig und Hafenstraße abgesperrt.
Betroffen ist auch der Bahnhof Konstanz. Nach derzeitigem Stand bestehe jedoch keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen laufen weiter.
Grenznahe Bereiche evakuiert
Laut einer Polizeisprecherin wurden bereits in den frühen Morgenstunden Bereiche nahe der Schweizer Grenze zu Kreuzlingen geräumt. Die betroffenen Zonen bleiben bis auf Weiteres gesperrt.
Der grenzüberschreitende Flohmarkt kann in den übrigen Bereichen jedoch weiterhin stattfinden. Besucher werden dennoch aufgefordert, die abgesperrten Bereiche zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.
Einschränkungen bei Bahn- und Schiffsverkehr
Die Sperre wirkt sich auch auf den öffentlichen Verkehr aus. Die Deutsche Bahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Züge verkehren derzeit nur bis Radolfzell, der Bahnhof Konstanz wird vorübergehend nicht angefahren.
Auch der Schiffsverkehr auf dem Bodensee ist betroffen. Der Hafen von Konstanz wurde gesperrt, Schiffe können aktuell nicht anlegen. Die Bodensee-Schiffsbetriebe berichten von erheblichen Einschränkungen, insbesondere im Überlinger See.
Tausende Besucher beim 24-Stunden-Flohmarkt erwartet
Der traditionelle 24-Stunden-Flohmarkt begann am Samstagnachmittag in Konstanz und Kreuzlingen. Rund 1.000 Stände nehmen in diesem Jahr an der Veranstaltung teil. Der Flohmarkt zählt zu den größten seiner Art in der Region und lockte im vergangenen Jahr rund 80.000 Besucher an.
Einsatz beendet
Seit kurz nach 12 Uhr ist der Großeinsatz der Polizei auf dem Gelände des 24-Stunden-Flohmarkts beendet. Zuvor hatten Spezialisten den verdächtigen Gegenstand untersucht, der im Zusammenhang mit einer eingegangenen Bedrohung entdeckt worden war. Dabei waren unter anderem das Landeskriminalamt mit einem Roboter und Spezialkräften im Einsatz.
Die Polizei hatte seit den frühen Morgenstunden gemeinsam mit Feuerwehr und Rettungsdienst umfangreiche Maßnahmen durchgeführt. In diesem Zusammenhang waren die Bereiche Kleinvenedig und Hafenstraße abgesperrt worden. Auch der Bahnhof war zeitweise von den Einschränkungen betroffen, für den Bahnverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Nach Abschluss der Überprüfungen konnte der Flohmarkt wieder geöffnet werden. Angaben zu den Hintergründen der Bedrohung machten die Behörden zunächst nicht. Die Ermittlungen dauern an.
(VOL.AT)