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Brandkatastrophe von Crans-Montana – Ein chronologischer Rückblick

Ein Rückblick auf die Ereignisse und juristische Folgen – ein Monat danach.
Ein Rückblick auf die Ereignisse und juristische Folgen – ein Monat danach. ©AFP
Von der Nacht der Brandkatastrophe bis zu den jüngsten Entscheidungen der Behörden: ein chronologischer Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse nach dem tödlichen Flammeninferno im Schweizer Skiort Crans-Montana vor einem Monat.

1. Jänner 2026: Die Bar "Le Constellation" wird durch einen Brand verwüstet. Ein Großeinsatz mit u. a. 70 Feuerwehrleuten, 150 Sanitätseinsatzkräften, 13 Helikoptern und 42 Ambulanzen läuft an. 40 Menschen, unter ihnen 20 Minderjährige, verlieren ihr Leben. 116 Personen werden verletzt, viele von ihnen schwer. Ermittlungen beginnen, ebenso wie die Identifizierung der Opfer und der Verletzten.

2. Jänner: Am Bundeshaus in Bern werden die Fahnen für fünf Tage auf halbmast gesetzt – als Zeichen der Trauer nach der Tragödie. Im Kanton Wallis treffen Kamerateams aus aller Welt ein. Der italienische Außenminister Antonio Tajani reist an den Ort des Geschehens. Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud gibt bekannt, dass das Feuer offenbar von brennenden Wunderkerzen ausgegangen sei, die auf Champagnerflaschen platziert und zu nahe an die Decke gebracht worden seien.

Strafverfahren gegen Betreiber eröffnet

3. Jänner: Die ersten Identifizierungen werden bekannt gegeben. Die Walliser Staatsanwaltschaft teilt mit, dass ein Strafverfahren gegen die beiden Betreiber der Bar, ein Ehepaar, eröffnet wurde.

4. Jänner: Nach einer Gedenkmesse in Crans-Montana begeben sich mehr als 1000 Menschen in die Nähe des Unglücksortes, um zu trauern und Blumen, Kerzen und andere Zeichen des Gedenkens niederzulegen. Alle 40 Todesopfer sind identifiziert.

5. Jänner: Auch die 116 Verletzten sind identifiziert.

Keine Kontrollen seit 2020

6. Jänner: Die Behörden von Crans-Montana räumen ein, dass die Bar "Le Constellation" seit 2020 nicht mehr kontrolliert wurde.

9. Jänner: Die Betreiber des "Constellation" werden von der Walliser Justiz erstmals als Beschuldigte einvernommen. Der Mann kommt in Untersuchungshaft. Die Schweiz gedenkt der Opfer an einem nationalen Trauertag. In Martigny findet eine Zeremonie statt, an der rund 700 Gäste teilnehmen, darunter 150 Angehörige der Opfer, Vertreter der Behörden und Rettungskräfte. Politiker aus rund 30 Staaten, darunter der französische Präsident Emmanuel Macron und der italienische Präsident Sergio Mattarella, sind anwesend. Die Gemeinde Crans-Montana entschuldigt sich erstmals offiziell.

12. Jänner: Das Zwangsmaßnahmengericht des Kantons Wallis bestätigt die Untersuchungshaft des Barbesitzers. Die Gemeinde Crans-Montana verzichtet darauf, im Verfahren als Privatklägerin aufzutreten.

Pyrotechnik-Verbot in öffentlichen Einrichtungen

14. Jänner: Das Wallis – wie auch andere Kantone – verbietet den Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen. Zudem kündigt der Kanton Wallis finanzielle Unterstützung für die Opfer an.

18. Jänner: Die Anwälte des Betreiber-Ehepaars sprechen von Lügen und Indiskretionen im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen und erklären, ihre Mandanten seien von der Tragödie zutiefst erschüttert.

23. Jänner: Das Zwangsmaßnahmengericht hebt die Untersuchungshaft des Barbetreibers auf. Stattdessen werden Ersatzmaßnahmen angeordnet, wie eine Kaution.

24. Jänner: Italien ruft seinen Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, aus Protest gegen die bedingte Freilassung des Lokalbesitzers nach Rom zurück.

29. Jänner: Einen Monat nach der Brandkatastrophe weitet die Walliser Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auf eine vierte Person aus: Der heutige Leiter des Dienstes für öffentliche Sicherheit der Gemeinde soll als Beschuldigter einvernommen werden. Auch der frühere Sicherheitsverantwortliche muss sich einer solchen Einvernahme stellen.

(APA)

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