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Bregenz klammert sich an den letzten Strohhalm

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Gegen Graz braucht Bregenz Handball am Samstag (18.30 Uhr) in der Handballarena Rieden dringend einen Sieg, um im Kampf gegen den Abstieg dranzubleiben.

Mehr Druck geht kaum. Bregenz Handball hat die ersten beiden Spiele der Abstiegsrunde verloren, beide knapp, beide schmerzhaft. Jetzt bleibt kaum noch Spielraum, denn der österreichische Rekordmeister geht als Tabellenletzter in die entscheidenden vier Partien.

Bregenz braucht dringend einen Heimsieg am Samstag. ©Stiplovsek

Die Angst vor dem Abstieg ist in Bregenz längst angekommen. Intern beschäftigt man sich selbstverständlich bereits mit dem Supergau. "Es wäre naiv, wenn wir das nicht tun würden", sagt Geschäftsführer Björn Tyrner und findet deutliche Worte: "Ein Abstieg wäre eine Katastrophe. Vor allem für den Standort Vorarlberg wäre das ein Desaster."

Ein Spiel, das alles verändern kann

Am Samstag kommt die HSG Holding Graz in die Handballarena Rieden. Ein Gegner auf Augenhöhe. Einer, den man kennt. Und einer, gegen den Bregenz in dieser Saison schon deutlich gewonnen hat, denn erst vor knapp einem Monat, am 15. April, schickte man die Grazer mit einem 37:28-Kantersieg nach Hause.

Doch Zahlen aus der Vergangenheit helfen nur bedingt. In der Tabelle liegt Graz aktuell einen Punkt vor dem Rekordmeister. Ein Sieg würde Bregenz zumindest vom Tabellenende wegbringen. Vielleicht sogar mehr als das. Vielleicht wäre er der Befreiungsschlag, auf den alle warten.

Trainer Michael Roth will den Supergau verhindern. ©Stiplovsek

Mehrmals knapp dran

Die gezeigten Leistungen in den bisherigen beiden Spielen der Abstiegsrunde haben einerseits Mut gemacht, andererseits aber auch frustriert. Gegen Schwaz und Hollabrunn war die Mannschaft jeweils dran, kämpfte sich zurück, blieb bis zum Schluss im Spiel.

Besonders die Partie gegen Hollabrunn bleibt hängen. Drei Ausgleiche in der Schlussphase. Dreimal zurückgekommen und dann doch verloren. Ein Gegentor in letzter Sekunde und die Mannschaft von Trainer Michael Roth ging abermals leer aus.

Die Arena als Hoffnungsträger

Jetzt soll ausgerechnet das Heimspiel zur Wende führen. Die Handballarena Rieden war in dieser Saison immer wieder ein Ort, an dem Bregenz über sich hinausgewachsen ist. Von den acht Saisonsiegen feierten die Schwarz-Gelben immerhin sieben in der heimischen Arena.

Sieben von acht Saisonsiegen feierten die Bregenzer vor den Heimfans. ©Serra

"Wir sind in einer schlechten Position"

Die brenzlige Lage ist auch in der Mannschaft angekommen. Kreisläufer Tommaso Romei spricht offen darüber: "Wir sind in einer schlechten Position. Wir haben nun zwei Spiele in Folge verloren. Aber ich glaube daran, dass wir in den nächsten Spielen stärker und besser sein werden. Wir hatten ein paar Probleme in der Abwehr, doch ich denke, dass wir in den nächsten Tagen eine Lösung finden werden. Am Samstag erwarten wir Graz und werden uns darauf einstellen."

Für den Ernstfall sieht sich der Verein zumindest in Teilen vorbereitet. "Wir haben das Commitment unserer Mannschaft, dass sie zusammenbleiben würde", betont der Geschäftsführer. Noch aber will in Bregenz niemand vom Abstieg sprechen. Der Glaube an den Klassenerhalt ist weiterhin vorhanden. "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das schaffen und oben bleiben", sagt Tyrner kämpferisch.

Vier Spiele, ein Ziel

Die Rechnung ist einfach. Vier Spiele bleiben, noch ist alles möglich. Aber nur, wenn Bregenz jetzt liefert. Am Samstag wird sich entscheiden, ob sich der Rekordmeister etwas Luft verschafft oder ob sich die Schlinge weiter zuzieht.

(VOL.AT)

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