Bregenz Handball hat im alles entscheidenden letzten Spiel des Grunddurchgangs geliefert, doch am Ende reichte es nicht für das Meister-Play-off. Beim Auswärtsspiel in Hollabrunn setzten sich die Festspielstädter klar mit 40:36 durch, zeigten dabei eine bärenstarke Leistung und bestätigten ihren Aufwärtstrend unter "Feuerwehrmann" Michael Roth, warteten am Ende aber vergeblich auf Schützenhilfe.
Von Beginn an auf Kurs
Von Beginn an war zu spüren, dass es um alles geht. Bregenz knüpfte nahtlos an den überzeugenden Auftritt gegen Graz (37:28) an, stand defensiv kompakt und agierte im Angriff kontrolliert und zielstrebig. Früh sorgten Tommaso Romei und Srdjan Predragovic für eine erste Führung, die die Vorarlberger kontinuierlich ausbauen konnten.
Nach gut einer Viertelstunde stellte Mindaugas Dumčius auf 12:7 und damit erstmals auf fünf Tore Differenz. Bregenz hatte das Spiel zu diesem Zeitpunkt klar im Griff und präsentierte sich spielfreudig.
Hollabrunn fand kaum Lösungen gegen die stabile Deckung der Gäste und musste bereits früh reagieren. Die Mannschaft von Michael Roth blieb ruhig, verfiel nicht in alte Muster und ließ Ball und Gegner laufen. Dumčius erhöhte wenig später sogar auf 20:13, die höchste Führung der ersten Hälfte. Erst in den Schlussminuten vor der Pause gelang es den Niederösterreichern, den Rückstand etwas zu verkürzen. Dennoch ging Bregenz mit einer verdienten 23:18-Führung in die Kabine.
Schützenhilfe bleibt aus
Nach dem Seitenwechsel blieb Bregenz das klar bessere Team und hielt den Gegner konsequent auf Distanz. Zwar kam Hollabrunn zwischenzeitlich noch einmal etwas näher, wirklich in Gefahr geriet der Vorsprung der Vorarlberger jedoch nicht mehr. Am Ende stand ein verdienter 40:36-Erfolg.
Weil die direkte Konkurrenz ihre Aufgaben ebenfalls erfüllte, bleiben die Festspielstädter trotz des ersten Auswärtssiegs der Saison nur auf Rang zehn. Die FIVERS WAT Margareten setzten sich mit 32:28 gegen Schwaz durch, auch die HSG XeNTiS Lipizzanerheimat punktete beim 26:26 in Ferlach. Damit muss der Rekordmeister erstmals in der Vereinsgeschichte in die Abstiegsrunde.
Hard gewinnt
Der ALPLA HC Hard fixierte indes mit einem 33:31-Heimsieg den zweiten Platz im Grunddurchgang und darf damit nach Tabellenführer Vöslau seinen Viertelfinalgegner aus den Plätzen fünf bis acht wählen.
Abseits des Parketts sorgten die "Roten Teufel" zudem für Klarheit in der Kaderplanung: Auch in der kommenden Saison setzt Hard auf die Dienste von Rückraumspieler Matthias Hild, dessen Verbleib frühzeitig fixiert wurde.
(VOL.AT)