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Brüderpaar greift in der IDM an

©Privat
Nico (19) und Lean Hinteregger (16) starten in ihre erste internationale Supermoto-Saison. Für die beiden Höchster, ist es der nächste Schritt auf ihrem gemeinsamen Rennsportweg.

Es riecht nach Benzin, nach Gummi, nach Leidenschaft. Für Nico und Lean Hinteregger ist der Motorsport kein Hobby, sondern ein Lebensgefühl. Seit Kindheitstagen dreht sich im Hause Hinteregger alles um zwei Räder, nun folgt der bislang größte Schritt: Die Brüder aus Höchst starten erstmals in der Internationalen Deutschen Supermoto-Meisterschaft (IDM).

Leidenschaft auf zwei Rädern

Was als kindliche Faszination begann, ist längst zur ernsthaften Karriere geworden. Nico saß mit vier Jahren erstmals auf einem Pocketbike, kurz darauf zog Lean nach. "Von Geburt an hat uns das Motorrad begleitet", erzählen die beiden. Vater Markus, selbst begeisterter Fahrer, wurde früh zum wichtigsten Unterstützer, als Trainer, Mechaniker, Organisator und größter Sponsor zugleich. "Ohne ihn hätten wir das nie geschafft."

Nico (links) und Lean (rechts) entdeckten schon früh ihre Leidenschaft für den Rennsport. ©Privat

Während Nico zunächst im Mountainbike-Sport auf sich aufmerksam machte, zweimal Landesmeister im Hillclimb-Cup wurde, verlagerte sich der Fokus mit 15 Jahren endgültig auf den Motorsport. "Da war klar, dass ich Motorrad fahren möchte", sagt der heute 19-Jährige. Die Erfolge auf dem Mountainbike seien dennoch wertvoll gewesen: Technikgefühl, Ausdauer, mentale Stärke – Fähigkeiten, die ihm heute auf Asphalt und Schotter zugutekommen.

Lean, drei Jahre jünger, ging einen ähnlichen Weg. Beide trainieren regelmäßig in Italien und investieren nahezu jedes Wochenende in ihre Leidenschaft. Freizeit? Kaum vorhanden. "Man gewöhnt sich daran. Wir machen es gern", sagt Lean. Beruf und Sport unter einen Hut zu bringen, ist dennoch eine Herausforderung. Nico arbeitet als Disponent, Lean als Mechaniker, Schichtplan und Trainingskalender müssen präzise abgestimmt werden.

Rivalität mit Respekt

Brüder auf derselben Rennstrecke sorgen naturgemäß für Ehrgeiz. "Als kleiner Bruder will man immer schneller sein", schmunzelt Lean. Neid gebe es keinen, der gegenseitige Respekt überwiege. Der Kampf um die bessere Zeit gehört dennoch dazu. In der österreichischen Meisterschaft sammelten beide bereits wichtige Erfahrungen, Nico musste die vergangene Saison nach einer schweren Gehirnerschütterung vorzeitig beenden. "Das war ein brutaler Schlag", erinnert er sich. Doch statt aufzugeben, motivierten sich die Brüder gegenseitig.

Das Team Hinteregger v.links Nico, Vater Markus und Lean. ©Privat

Nun wartet die IDM-Klasse S 4. Der Auftakt steigt am 9. und 10. Mai am Vogelsbergring in Wittgenborn. Die deutsche Serie gilt als professioneller organisiert, medial präsenter und sportlich stärker besetzt. "Das Niveau ist höher, man hat mehr Möglichkeiten", erklären die Hintereggers ihren Schritt auf die internationale Bühne.

Große Ziele, großer Aufwand

Die Ambitionen sind klar formuliert. Lean peilt eine Platzierung in den Top drei an, Nico möchte sich für höhere Aufgaben empfehlen. "Bekannt werden, vorne mitfahren und Spaß haben", sagen sie. Langfristig träumen beide davon, den Supermoto-Sport bekannter zu machen. "Jeder kennt Motocross, wir wollen, dass man auch Supermoto kennt."

Nico Hinteregger will sich in der IDM für höhere Aufgaben empfehlen … ©Privat

Der Weg dorthin ist kostspielig. Allein Startgebühren und Rennlizenz liegen bei rund 2.000 Euro, der Gesamtaufwand für die sieben Rennwochenenden – inklusive Anfahrt, Teile, Sprit und Reifen – beträgt rund 6.000 Euro. Ein Großteil wird selbst finanziert.

… aber auch sein jüngerer Bruder Lean verfolgt große Ziele.

Was bleibt, ist der unbedingte Wille. "Es war ein langer, harter Weg mit vielen Stürzen bis hierher", sagt Nico. Aufhören stand nie ernsthaft zur Debatte. "Wir wollen schneller werden, besser werden und vielleicht auch einmal gewinnen."

(VOL.AT)

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