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Das Rote Kreuz Vorarlberg im Porträt

Anlässlich des Weltrotkreuztags am 8. Mai gibt die Hilfsorganisation informative Einblicke in die Struktur, das Engagement und mehr.

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, was wäre, wenn das Rote Kreuz nicht wäre? Was wäre, wenn Ihr Notruf nicht angenommen würde? Wenn nicht ausgebildete Retter gleich vor Ort wären? Wenn beim Transport ins Krankenhaus kein ­Rettungswagen bereitstünde? Wenn die beruhigende Stimme am Gesundheitstelefon nicht den richtigen Rat parat hätte?

Für alle Fälle gerüstet

Dass Sie sich damit erst gar nicht auseinandersetzen müssen, dafür sorgen jene engagierten Menschen, die sich selbstverständlich und rund um die Uhr in den Dienst des Nächsten stellen. In den Reihen des Roten Kreuzes wird dieses Credo hautnah gelebt – neben den Hauptberuflichen sind es weltweit gar Millionen, österreichweit mehr als 74.000 und in Vorarlberg rund 1500 Ehrenamtliche, die sich selbstlos engagieren und sich regelmäßig ihre roten Jacken überziehen, um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Sich Zeit nehmen

Doch nagt der Zahn der Zeit oder besser der Mangel an Zeit vermehrt am freiwilligen Engagement. Der Job, die Familie und auch das Freizeitangebot füllt den Tag, die Woche, das Jahr. Zeit fürs freiwillige Engagement bleibt wenig. Doch: Menschen, die sich für andere ohne Wenn und Aber einsetzen, finden Sinn und Spaß in ihrem Leben. Ein Teil des großen Ganzen zu sein, vermittelt ihnen zudem ein gutes Gefühl und schützt vor Einsamkeit – ein Phänomen unserer Zeit, das sich mit der vorherrschenden Gesundheitskrise noch verstärkt hat.

Reales soziales Netzwerk

Der doppelte Nutzen des freiwilligen Einsatzes liegt somit auf der Hand: „Wir erleben Gemeinschaft und können dieser unsere Hilfe direkt zurück­geben. Gleichzeitig erfahren wir die Anerkennung dafür“, bringt es Rotkreuz-Präsident und somit oberster Freiwilliger im Land, Dr. Ludwig Summer, auf den Punkt. Er ergänzt: „Das reale soziale Netzwerk der Hilfe mit konkreter, sinnstiftender Tätigkeit ist dabei ein Gegenpol zur Reizüberflutung des virtuellen Netzwerks.“ Teil der Rotkreuz-Familie zu sein, bedeutet daher reales Engagement beweisen zu können. Ob im Rettungsdienst, im Krankentransport oder Katastrophenfall – das Rote Kreuz bietet Neu-, Quer- oder Wiedereinsteigern die Möglichkeit, sich in ihrem Gebiet stark zu machen – ganz nach dem Motto „Wir haben die passende Jacke für Dich“.

Mitarbeiter des Roten Kreuz erzählen …

Wir haben bei den Mitarbeitern des Roten Kreuz nachgefragt: Sie stellen sich schon jahrzehntelang in den Dienst des Roten Kreuzes – was motiviert Sie?

Sabine Lampert (55), RA Feldkirch, ehrenamtlich:

„Ich bin sehr dankbar für jede Erfahrung und Be­gegnung, die ich in den 36 Jahren als Rotkreuzlerin machen durfte. In Krisensi­tuationen habe ich so die Möglichkeit, aktiv an der Be­wältigung mitzuarbeiten, und erfahre dabei immer wieder, wie sich die Lage ent­spannt, sobald ich da bin.“

Horst Burtscher (49), RA Bludenz, beruflich:

„Als Jugendlicher habe ich bei Notfällen mit­bekommen, welch' gutes Image die Rotkreuzler haben. Daher fiel mir die Entscheidung pro Zivil­dienst nicht schwer. Mit den ersten Einsätzen wuchs die Gewissheit: Rettungssanitä­ter ist mein Traumberuf, jetzt schon seit 1. Juli 1992.“

Elke Reicht (55), RA Bregenz, ehrenamtlich:

„Im Rettungsdienst aktiv mitzuarbeiten, bedeutet Verantwortung zu über­nehmen. Doch ist man ein­mal mit dem Rotkreuz-Virus infiziert, dann kommt man nicht mehr so leicht davon weg. In den 36 Jahren haben sich zudem Freund­schaften entwickelt, die ich nicht mehr missen möchte.“

Markus Klien (48),RA Hohenems, beruflich:

„Vor 26 Jahren machte ich mein Hobby zum Beruf, noch heute macht mir die Arbeit große Freude. Interessant ist die vielseitige, abwechslungs­reiche Tätigkeit und der Kontakt zu den unter­schiedlichsten Menschen. Bislang hatte ich mehr als 10.000 Rettungseinsätze.“

Bei Interesse zur Mitarbeit:
www.passende-jacke.at
passende-jacke@v.roteskreuz.at
oder Tel. 05522 77000

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