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Das Zittern geht weiter

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Altach hat es noch selbst in der Hand. Doch die Rechnung ist komplizierter, als sie wirkt.

Es hätte der Befreiungsschlag sein können. Stattdessen steht der SCR Altach nach dem klaren 1:4 gegen den WAC wieder mit dem Rücken zur Wand. Nur drei Tage nach der bitteren Finalniederlage im UNIQA ÖFB-Cup gegen den LASK kassiert die Mannschaft von Trainer Ognjen Zaric den nächsten Dämpfer. Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein.

Der Dämpfer gegen den WAC brachte Altach wieder mitten in den Abstiegskampf. ©GEPA

Zwar liegen die Altacher weiterhin auf Rang zwei der Qualifikationsgruppe, doch die Tabelle ist enger denn je. Altach, die WSG Tirol und der GAK halten allesamt bei gleicher Punkteanzahl. Dahinter lauert der WAC mit nur einem Zähler Rückstand, auch Blau-Weiß Linz ist mit drei Punkten Differenz noch im Rennen. Der Abstiegskampf ist damit völlig offen.

Showdown in Graz

Am Samstag wartet nun das richtungsweisende Auswärtsspiel beim GAK. Die Ausgangslage ist klar und bietet mehrere Szenarien. Mit einem Sieg könnten die Altacher den Klassenerhalt fixieren und frühzeitig für eine weitere Bundesliga-Saison planen. Es wäre die 13. in Folge.

Die Vergangenheit mahnt jedoch zur Vorsicht. In Graz tat sich Altach traditionell schwer. Der bislang einzige Auswärtssieg gegen den GAK datiert vom 17. August 2008, damals gewann man in der ersten Runde des ÖFB-Cups mit 2:1 unter Trainer Heinz Fuchsbichler.

Beim letzten Auswärtssieg gegen den GAK an der Altacher Seitenlinie: Heinz Fuchsbichler ©APA

Blick auf die Konkurrenz

Komplizierter wird es bei einem Unentschieden. Dann richtet sich der Fokus zwangsläufig auf die Parallelspiele. Verliert Blau-Weiß Linz, wäre Altach ebenfalls gerettet. Auch eine Kombination aus einem Linzer Sieg gegen die WSG Tirol und einem Erfolg von Ried gegen den WAC würde den Vorarlbergern reichen.

Selbst bei einer Niederlage gegen den GAK könnte der Klassenerhalt geschafft werden. Und zwar dann, wenn sowohl die WSG Tirol als auch der WAC am Wochenende verlieren.

Beim Blick auf die Tabelle kommt man ins Rechnen. ©GEPA

Hoffnungsschimmer aus Ried

Ein möglicher Vorteil für Altach könnte ausgerechnet von der Konkurrenz kommen. Die SV Ried hat die Chance, am Wochenende den ersten Platz in der Qualifikationsgruppe zu fixieren. In diesem Fall ginge es für die Innviertler am letzten Spieltag im Duell mit Altach sportlich um nichts mehr. Der Fokus könnte bereits auf das anschließende Play-off gerichtet sein, das nur drei Tage später ansteht.

Die Hoffnungen der Altacher liegen unter anderem auf Spielmacher Patrick Greil. ©GEPA

Verpasste Chance durch Punkteteilung

Ein Blick auf die Saison zeigt zudem eine bittere Ironie. In den vergangenen Jahren profitierte Altach häufig von der Punkteteilung nach 22 Runden. Heuer wirkt sie sich negativ aus. Ohne diese Regelung wären die Vorarlberger bereits gerettet und würden mit 38 Punkten komfortabel zehn Punkte vor Schlusslicht Blau-Weiß Linz liegen.

So aber bleibt es ein Nervenspiel. Zwei Spiele, mehrere Szenarien und keine Garantien. Altach hat es weiterhin selbst in der Hand, muss nun aber liefern.

(VOL.AT)

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