Das erste “Kompetenzfrühstück für Aufgeweckte” von Dornbirner Jugendlichen und Experten brachte die Präsentation der Ergebnisse des Dornbirner Jugendmonitor 2017 mit sich. Als Gast sprach Publizist und Jugendkulturforscher Klaus Farin aus Berlin. Er ist Leiter des auch von ihm ins Leben gerufenen Archivs der Jugendkulturen.
Bei der Befragung wurden alle Schulen und Schultypen in der Messestadt berücksichtigt: Mittelschulen, HTL, BG Dornbirn, BRG Schoren, Sportgymnasium, FW Dornbirn, PTS Dornbirn und SPZ Dornbirn. 48 Prozent der Befragten sind weiblich und 46,8 Prozent männlich (bei 5,2 Prozent fehlenden Antworten). 65 Prozent der Befragten geben „Deutsch“ und 28 Prozent eine andere Muttersprache an.
Das Internet wird kritisch betrachtet
Trotz intensiver Nutzung des Internets stehen die Jugendlichen diesem kritisch gegenüber: Familie, Freunde, Schule, Fernsehen und Radio genießen eine höhere Vertrauenswürdigkeit. “Es macht also Sinn, sowohl die demokratischen Werte als auch Medienkompetenz in den Familien wie auch in der Schule tiefer zu verankern”, erklärt Christian Weiskopf, Vereinsobmann Jugendornbirn. Dies könnte durch Vermittlung aufgeklärter Mediennutzung ebenso geschehen wie zum Beispiel durch Informationsbroschüren oder Veranstaltungen, die sich mit den Themen „Familienrat“ und „Klassenrat“ beschäftigen.
Jugendliche wollen mitreden
So ergab die Studie, dass je mehr Mitbestimmungsaktivitäten Jugendlichen am Wohnort offen stehen, desto zufriedener sind sie damit. Für eine Gemeinde ergibt sich daraus ein guter Ansatzpunkt. So könnten möglichst viele Aktionen gefördert werden, bei denen Jugendlichen Mitsprache eingeräumt wird.