AKA-Vorarlberg-Talent Felix Schertler (16) unterschreibt bei deutschem Zweitligisten.
Der Fußballplatz des FC Höchst ist der Ort, an dem für Felix Schertler alles begann. Hier machte der heute 16-Jährige seine ersten Schritte mit dem Ball, hier entwickelte sich der Traum vom Profifußball.
Dass dieser Traum ihn einmal bis zum 1. FC Heidenheim führen würde, hätte er selbst lange nicht für möglich gehalten. "Ich hätte nie gedacht, dass ich es einmal so weit schaffen werde. Da sieht man, was alles möglich ist, wenn man an sich glaubt", verrät der Youngster sein Erfolgsrezept.
Vor wenigen Tagen unterschrieb Schertler seinen ersten Vertrag beim deutschen Zweitligisten. Ein Moment, den der Höchster wohl nie vergessen wird. "Das war sicher einer der besten Momente meines Lebens." Künftig läuft der rechte Verteidiger in der U17 des Vereins in der deutschen Nachwuchsliga auf. "Ich bin stolz, dass ich diese Möglichkeit bekomme."
Nach dem Rückschlag kam der Durchbruch
Dabei verlief der Weg nicht ohne Hindernisse. Im Jänner 2025 erlitt Schertler eine Knieverletzung und fiel rund ein halbes Jahr aus. Statt ihn zurückzuwerfen, wurde die schwierige Zeit zu einem Wendepunkt.
Nach seiner Rückkehr fand er schnell wieder in den Rhythmus, überzeugte in der AKA Vorarlberg, absolvierte 21 von 22 möglichen Pflichtspielen, erzielte zwei Tore und wurde erstmals in das österreichische U16-Nationalteam einberufen. Mittlerweile stehen vier Länderspiele für den ÖFB in seiner Vita. "Da dachte ich mir: Alles oder nichts. Seitdem habe ich einen guten Schritt nach vorne gemacht und bin überzeugt, dass ich es schaffen kann."
Der entscheidende Kontakt entstand ausgerechnet durch ein Testspiel, das die U16 der AKA Vorarlberg gegen die Alterskollegen des 1. FC Heidenheim absolvierte. Nach der Partie kündigten die Verantwortlichen rund um den damaligen sportlichen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Roger Prinzen, an, sich bei seinen Eltern zu melden. Wenig später nahm der Wechsel konkrete Formen an.
Für Schertler sprach vieles für den Schritt nach Baden-Württemberg. "Hier kann ich meine sportliche und schulische Ausbildung ideal miteinander verbinden. Darauf wird sehr stark geachtet. Der Verein ist unglaublich sympathisch, genauso wie die Trainer und die Spieler. Ich glaube, dass ich mich dort sehr gut entwickeln kann und die Chance habe, Profi zu werden."
Ein neues Kapitel beginnt
Die ersten Eindrücke bestätigten seine Erwartungen. Moderne Trainingsplätze, professionelle Bedingungen und eine klare Philosophie beeindruckten den Teenager. "Das Trainingsgelände ist genauso, wie ich es mir bei einem großen Verein vorgestellt habe. Besonders gefallen hat mir, wie spielerorientiert die Trainings gestaltet sind."
Mit dem Wechsel lässt Schertler Familie, Freunde und sein gewohntes Umfeld hinter sich. Angst verspürt er deshalb keine. "Ich weiß, dass meine Familie und meine Freunde hinter mir stehen. Deshalb kann ich meine Heimat mit einem guten Gewissen verlassen."
Dass er diesen Schritt gehen darf, führt der 16-Jährige nicht nur auf sein Talent zurück. Vor allem seine Eltern haben ihn über Jahre begleitet. "Mein Papa trainiert mit mir eigentlich fast täglich, seit ich drei Jahre alt bin. Auch meine Mama unterstützt mich, wo es nur geht. Das ist sicher einer der Gründe, warum ich es so weit geschafft habe."
Sportlich will Schertler in Heidenheim schnell ankommen, seine neuen Teamkollegen kennenlernen und eine erfolgreiche Saison spielen. "Hoffentlich werden wir Meister", meint Schertler mit einem Augenzwinkern.
(VOL.AT)