Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen vor dem 94. Duell zwischen Schwarz-Weiß und Grün-Weiß kaum sein. Die Lustenauer Austria geht als Tabellenführer ins Ländle-Derby, SW Bregenz als Tabellenschlusslicht. Für beide Teams geht es im Saisonendspurt um viel.
"Ohne Emotionen kann man nicht gewinnen"
Die Lustenauer stecken mittendrin im Aufstiegskampf. Drei Runden vor Schluss liegt die Mannschaft von Trainer Markus Mader einen Punkt vor Verfolger St. Pölten auf Rang eins. Ein Sieg im Derby könnte bereits eine kleine Vorentscheidung bringen, sofern St. Pölten im Heimspiel gegen Admira Wacker nicht voll punktet.
"Ohne Emotionen kannst du kein Fußballspiel gewinnen", brachte es Mader auf den Punkt. "Wir sind voll motiviert und haben ein großes Ziel vor Augen. Wir wollen aufsteigen – und dafür werden wahrscheinlich drei Siege notwendig sein. Das ist uns bewusst. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass der Gegner genau das gleiche Spiel anders sieht und uns alles abverlangen wird." Die Marschroute ist klar: Die Austria will das Derby aktiv gestalten. "Wir wollen offensiv auftreten, den Gegner unter Druck setzen und selbst zu Torchancen kommen. Wir brauchen Tore, um das Spiel zu gewinnen – und genau deshalb werden wir mutig nach vorne spielen", so Mader weiter.
Die deutliche 0:3-Niederlage in Klagenfurt am vergangenen Wochenende wurde kritisch aufgearbeitet. "Wir hatten viel Ballbesitz und Spielanteile, aber wir waren nicht zwingend genug. Wir haben das am nächsten Tag klar angesprochen und aufgearbeitet. Seitdem gilt unser voller Fokus nur noch diesem Derby. Das ist jetzt das Einzige, was zählt", sagt Mader. Fabian Gmeiner fehlt gesperrt. Mario Vucenovic ist nach überstandenen Problemen seit Mittwoch wieder voll im Training. Hinter Mame Wade und Robin Voisine stehen noch Fragezeichen.
Letzte Chance für Bregenz
Wenn SW Bregenz die Saison nicht auf dem letzten Tabellenplatz beenden möchte, muss die Mannschaft von Trainer Andreas Heraf im Derby gegen Austria Lustenau den vierten Saisonsieg feiern. Die Schwarz-Weißen liegen derzeit sechs Punkte hinter Sturm Graz II.
Doch das Regelwerk der Bundesliga kann und wird wohl dem Bregenzer Traditionsverein zur Hilfe kommen und ein weiteres Jahr zweithöchste Liga bescheren. Denn mit Wacker Innsbruck (RLW) und ASK Voitsberg (RLM) gibt es aktuell nur zwei Aufsteiger aus der Drittklassigkeit. In der Regionalliga Ost steht aktuell kein Verein mit Zulassung für die 2. Liga auf einem der beiden ersten Plätze, die einen Aufstieg zulassen. Die Zulassung hat nur der SV Horn bekommen, der liegt fünf Spiele vor Saisonende neun Punkte hinter dem für den Aufstieg berechtigten zweiten Tabellenplatz.
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(VOL.AT)