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Die Eisheiligen 2023 - wann sie kommen und was sie bedeuten

©APA/TOBIAS STEINMAURER
Wie wird das Wetter und der Sommer 2023? Viele Menschen orientieren sich dabei an den Eisheiligen.

„Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost“ – so lautet eine bekannte Bauernregel, die auf die Eisheiligen und deren Bedeutung für das Wetter im Mai hinweist. Die Entstehung und Bedeutung der Eisheiligen sind eng mit der Beobachtung des Wetters und seiner Auswirkungen auf die Landwirtschaft verbunden.

  1. Mamertus (5. Jhd.), Erzbischof von Vienne – 11. Mai
  2. Pankratius (3./4. Jhd.), Märtyrer – 12. Mai
  3. Servatius (4. Jhd.), Bischof von Tongeren – 13. Mai
  4. Bonifatius (3./4. Jhd.), Märtyrer – 14. Mai
  5. Sophia (3./4. Jhd.), Märtyrerin – 15. Mai

Die Eisheiligen sind ein in Europa über Jahrhunderte beobachtetes Wetterphänomen, das in der Regel vom 11. bis 15. Mai auftritt. Jedem dieser fünf Tage wurde ein Heiliger der katholischen Kirche zugeordnet. Obwohl Bauernregeln heute oft belächelt werden, dienten sie einst als wertvolle Orientierung für Landwirte, Bauern und Gärtner.

Die Eisheiligen, Bauernregeln und Kälteeinbrüche

Mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1582 verschoben sich die in Bauernregeln festgehaltenen Wetterphänomene um etwa zehn Tage, sodass heute die Eisheiligen normalerweise erst um den 23. Mai zu erwarten sind. Die Bauernregel über die Eisheiligen entstand vermutlich während einer „kleinen Eiszeit“ in Europa. Seitdem hat sich das Klima wieder erwärmt und die Kälteeinbrüche im Mai sind weniger streng und seltener geworden. Dennoch sinken die Temperaturen im Mai während der Eisheiligen wahrnehmbar, und eine Feuerstelle kann helfen, trotzdem im Freien den Frühling zu genießen.

Temperaturen können extrem sinken

In der Regel kann es zu den Eisheiligen zwischen dem 11. und 15. Mai noch einmal eisig kalt werden und Bodenfrost auftreten. Auch außerhalb der Eisheiligen können die Temperaturen im Mai extrem sinken. Die Stichtage in der Bauernregel dienen zur Orientierung, aber Ausreißer aus der durchschnittlichen Witterung, die als Singularitäten bezeichnet werden, sind möglich. Zu diesen Singularitäten zählen neben den Eisheiligen auch die Schafskälte und der Siebenschläfer-Tag im Juni, der Altweibersommer im September und die heißen Hundstage zwischen dem 23. Juni und dem 23. August.

-->>> So wird das Wetter

Um den Garten trotz Spätfrösten oder Frühlingsfrösten erfolgreich zu bepflanzen, können Pflanzgefäße als Übergangslösung dienen, bevor die Gemüsebeete endgültig bepflanzt werden. Diese Maßnahme bietet einen gewissen Schutz vor plötzlich auftretendem Frost und ermöglicht es, den Pflanzen in den ersten Wochen einen optimalen Start in die Wachstumsperiode zu bieten.

(VOL.AT)

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