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"Die KI macht mir Angst – aber wegsehen geht nicht"

Künstliche Intelligenz schreibt Texte, plant Reisen, löst Probleme – und wirft zugleich Fragen nach Sicherheit und Verantwortung auf. Beim Event „ahead X Vorarlberg“ hat VOL.AT mit Besucherinnen und Besuchern darüber gesprochen, wie KI ihren Alltag verändert – und wo die Sorgen liegen.

Wie verändert Künstliche Intelligenz unseren Alltag – und was denken die Menschen in Vorarlberg wirklich darüber? Beim Event "ahead X Vorarlberg – KI als Schlüssel zum Vorsprung" in Hard lieferte nicht nur das Programm Antworten. VOL.AT – als Medienpartner der Veranstaltungsreihe – hat sich unter die Besucherinnen und Besucher gemischt.

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Bei der Live-Demo wurden unterschiedlichste Anwendungsbeispiele gezeigt – von der App-Entwicklung über eine Pizzabestellung bis hin zu Lösungsansätzen für das Stauproblem in Vorarlberg. ©VOL.AT/SKÖ

"Ein enormes Hilfsmittel für die Zukunft"

Annemieke Bakker (72) aus Weiler ist Pensionistin – und kam gerade deshalb. "Weil ich denke, wir können um dieses Thema nicht herum", sagt sie. Ganz ohne Respekt vor der Entwicklung ist sie dabei nicht: "Das Ganze macht mir schon auch ein bisschen Angst."

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Annemieke Bakker (72) aus Weiler nutzt KI regelmäßig, um Texte zu verfassen oder sprachlich zu verbessern. ©VOL.AT/SKÖ

KI nutzt sie längst aktiv: beim Schreiben von Texten, beim Korrigieren – Deutsch ist nicht ihre Muttersprache. Auch bei Bildern fürs Internet fragt sie sich inzwischen: echt oder KI-generiert? Der Unterschied, sagt sie, ist kaum noch erkennbar. Besonders beeindruckt hat sie die Live-Demo zur Homepage-Erstellung. Was früher Stunden dauerte, geht heute in Minuten. Ihr Fazit: "Ein enormes Hilfsmittel für die Zukunft."

"Die Zeit bleibt nicht stehen"

Herbert Hämmerle (69) aus Lustenau wollte einfach verstehen, worum es geht. "Um einfach mal den Hintergrund zu sehen, was es ist, was man tun kann", sagt er.

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Herbert Hämmerle hat keine Angst vor KI – ihn beschäftigt vielmehr, wie verantwortungsvoll Menschen mit ihr umgehen. ©VOL.AT/SKÖ

Briefe schreiben, Pflanzenfragen klären, schnell informieren – KI ist für ihn bereits Alltag. Statt "100.000 Bücher" zu wälzen, gibt es Antworten in Sekunden. Angst? Nicht wirklich. Entscheidend ist für ihn der Mensch dahinter: "Die KI ist nicht das Schlimmste, sondern die Leute, die da was Schlimmes daraus machen." Sein Fazit in einem Wort: "Zukunft."

Faszination und Sicherheitsfragen

Kurt Gobber (67) aus Hard wollte wissen, "wie zukünftig die Informatik weitergeht". Der Pensionist nutzt ChatGPT bereits mehrmals pro Woche – vor allem für Fragen rund um seine Praxis für Cranio-Sacral-Therapie.

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Kurt Gobber (67) aus Hard sorgt sich um die Datensicherheit und möglichen Missbrauch bei der Verarbeitung persönlicher Daten. ©VOL.AT/SKÖ

Vor KI selbst hat er keine Angst. Was ihn beschäftigt: die Sicherheit dahinter. "Was mir Angst macht, ist eher die Security – die Sicherheit, die dahintersteht." Kreditkartendaten, Datenverarbeitung, Missbrauch – das sind seine offenen Fragen. Fasziniert hat ihn dafür umso mehr, was KI kreativ kann: Die Musik- und Soundbeispiele im Vortrag haben ihn begeistert. Sein Fazit: "Absolut beeindruckend."

Zwischen Neugier, Nutzen und Verantwortung

Die Gespräche beim Event zeichnen ein klares Bild: KI ist längst im Alltag angekommen – auch bei Menschen, die längst nicht mehr im Berufsleben stehen. Schreiben, Recherchieren, Informieren, kreativ werden – die Anwendungen sind so vielfältig wie die Menschen, die sie nutzen.

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Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen – auch bei Menschen, die nicht mehr aktiv im Berufsleben stehen. ©VOL.AT/SKÖ

Und doch bleibt ein Spannungsfeld: Faszination über das Tempo, Respekt vor der Entwicklung, Sorgen um Sicherheit und Daten. Was alle verbindet: Wegschauen ist keine Option. "Wir können um dieses Thema nicht herum" – dieser Satz einer Teilnehmerin bringt den Abend auf den Punkt. KI ist längst kein Technologiethema mehr. Es ist ein Gesellschaftsthema. Und es betrifft uns alle.

(VOL.AT)

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