Szene Openair: Die Party geht weiter

Voodoo Jürgens musste seinen Auftritt leider aufgrund des Unwetters abbrechen.
Voodoo Jürgens musste seinen Auftritt leider aufgrund des Unwetters abbrechen. ©Beate Rhomberg
Trotz kurzzeitiger Evakuierung und Regenwetter war auch am zweiten Festivaltag beste Stimmung angesagt.
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Lustenau. Nach einem grandiosen ersten Festivaltag strömten am Freitag schon früh die ersten Musikliebhaber auf das Gelände, um Bands wie Casiopeia, Bada, Esther Graf oder Finch zu sehen. Auf der Szene-Bühne gab es dann kurz vor 17 Uhr das erste Highlight, auf das sich schon im Vorfeld viele gefreut haben. Mit ihrem Song „Out of the blue“ kam Florence Arman, die in Österreich lebende Britin, auf die Bühne und nahm das Publikum mit ihrer unspektakulären aber umso wirksameren Bühnenpräsenz mit in ihre Welt aus Leben, Lieben und Leiden. Punktgenaue Texte, gesanglich hervorragend und liebevoll arrangierte Songs waren die Zutaten für dieses unvergessliche Konzert.

Gewitter im Anmarsch

In der Zwischenzeit kündigten einige schwarze Wolken über der Schweiz das heranziehende, obligatorische Szene-Gewitter an. Bevor es so weit war, gaben aber noch „Vodoo Jürgens und die Ansa Panier“ ihr Stell-Dich-Ein auf der Bühne. Der Wiener Moritatensänger liefert Geschichten aus einem Wien abseits von Touristenmassen am Stephansplatz oder hippen Bars im Bezirk Neubau. Man kann sich gut vorstellen, dass die besungenen Charaktere in seinen Liedern Beschreibungen aus echten Begegnungen sind, und nicht nur erfundene Geschichten. Nach nur wenigen Songs musste das Gelände aufgrund des Gewitters, das nun doch auch das Openair-Gelände erreichte, allerdings leider kurzzeitig geräumt werden. Dies gelang dank guter Organisation rasch und ohne Aufregung. Nur kurze Zeit später konnte das Gelände dann aber auch schon wieder geöffnet werden - auch wenn Voodoo Jürgens sein Konzert leider nicht mehr beenden durfte.

Ausgelassene Stimmung bei GReeeN

Die richtigen Töne nach dem Gewitter trafen Stompin’Howie & the Vodoo Train. Vor der Hauptbühne versammelte sich indes ein etwas jüngeres Publikum und wartete auf GReeeN. Mit deutschen Texten zu einem Mix aus Hip-Hop, Reggae und Pop scheint er der Hans Söllner der Generation Z zu sein. Musikalisch modern kreisen seine Texte eindimensional um die immer gleichen Themen wie Legalisierung von Marihuana und ein wenig Kritik am System und der Polizei. Aber man kann damit offensichtlich junge Menschen begeistern und auch ein ganzes Konzert füllen. Für ein Festival allemal ein gelungener Act.

Kontrastprogramm gab es im Anschluss bei der St. Gallener Band Saint City Orchestra. Mit ihren irischen Klängen brachten sie das Publikum noch einmal so richtig zum Kochen und sorgten dafür, dass der immer wieder einsetzende Regen schnell vergessen war.

Freitags-Headliner Yung Hurn

Um kurz vor 22 Uhr war es dann endlich so weit. Yung Hurn, in machen Augen die fleischgewordene Rache der Generation Greta an ihren Eltern (wie soll man sich sonst seinen Erfolg erklären), betrat nach einem gefühlte Ewigkeiten dauernden DJ-Intro dann doch noch die Bühne. Das jüngere Publikum kam bei der lang ersehnten Show wie erwartet voll auf seine Kosten während sich die älteren - wie schon bei seinem Szene-Auftritt 2016 - wohl eher über den Erfolg des Wieners wunderte. Der gesamte stimmliche Umfang von Yung Hurn wurde offensichtlich, als für einige Sekunden das Autotune abgeschaltet wurde. Seine Fans schien dies aber nicht zu stören. 

Abschluss mit WURST

Bei mittlerweile strömendem Regen beschloss WURST den zweiten Festivaltag. Mit seiner sympathischen Bühnenpräsenz und sichtlichem Spaß am Auftritt motivierte er die tapfer durchhaltende Menge weiterhin zum Tanzen. Zwischendurch unterhielt er sich mit dem Publikum in erstaunlich gutem Vorarlberger Dialekt. Vorbei sind die Zeiten von Starmania und Song-Contest, wo die Kunstfigur „Conchita Wurst“ im Vordergrund stand. Neu orientiert in Richtung Elektro-Pop folgt der Künstler laut eigenen Aussagen jetzt ausschließlich seinem inneren Kompass. Vor zwei Jahren bereits angekündigt setzt Hannes Hagen mit der Verpflichtung von WURST ein Zeichen für Vielfalt, Respekt und Buntheit.

(red)

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