Diese beeindruckende Höhle in der Schweiz liegt direkt an Vorarlbergs Grenze
Ein verborgenes Naturwunder im Rheintal
Wer im Vorarlberger Rheintal unterwegs ist, ahnt oft nicht, dass sich nur einen Steinwurf entfernt ein echtes Naturjuwel verbirgt. Oberhalb des Weilers Kobelwald im Kanton St. Gallen, auf rund 630 Metern Seehöhe, liegt die Kristallhöhle – eingebettet in den nordöstlichen Hang des Chienbergs.
Die Höhle zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region und beherbergt eines der größten Minerallager der Schweiz. Besonders auffällig: glitzernde Calcitkristalle, die sich über Jahrhunderte gebildet haben und der Höhle ihren Namen geben.
Entdeckung vor mehr als 300 Jahren
Die Geschichte der Höhle reicht weit zurück. Der Überlieferung nach wurde sie bereits 1682 von einem Jäger entdeckt. Der Zürcher Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer erwähnte sie erstmals 1702 in seinen Schriften.
Über Jahrhunderte blieb ein Großteil der Höhle unzugänglich. Erst in den 1930er-Jahren begann man, Teile für Besucher zu erschließen. "Das Ziel war es, die Höhle sicher begehbar zu machen", heißt es in historischen Aufzeichnungen der Betreiber. Seit 1935 ist sie offiziell als Schauhöhle geöffnet.
Ein Blick ins Innere
Heute ist ein rund 128 Meter langer Abschnitt für Besucher zugänglich. Insgesamt erstreckt sich die erforschte Höhle auf etwa 665 Meter – ein Großteil davon bleibt allerdings Höhlenforschern vorbehalten.
Im Inneren erwartet Besucher eine eindrucksvolle Szenerie:
- glitzernde Calcitkristalle in der ersten Halle
- eine markante Calcitkluft
- ein kleiner Wasserfall im hinteren Bereich
Sanierungen in den Jahren 1987 sowie 2001/2002 sorgten dafür, dass die Höhle heute sicher und modern zugänglich ist – inklusive elektrischer Beleuchtung und Besucherplattform.
360-Grad-Rundgang durch die Höhle:
Gut erreichbar auch aus Vorarlberg
Die Nähe zur Grenze macht die Kristallhöhle besonders für Vorarlberger attraktiv. Mit dem Auto ist sie schnell erreichbar, Parkplätze befinden sich in Kobelwald sowie bei "Fuchsplatz" und "Tanzplatz". Von dort führt ein kurzer Fußmarsch von zehn bis 30 Minuten zum Eingang.
Alle Infos gibt es hier.
(VOL.AT)