Diese Bilder vom Ätna wirken fast unwirklich
Winter kehrt am Vulkan zurück
Während in tieferen Lagen Siziliens längst frühlingshafte Temperaturen herrschen, zeigt sich der Ätna aktuell von seiner winterlichen Seite. Am Südhang des Vulkans, rund um den Endpunkt der Seilbahn beim Rifugio Sapienza, ragen Schneewände von mehr als drei Metern Höhe in die Landschaft.
Aufnahmen aus dem Gebiet zeigen Menschen, die zwischen den Schneemassen unterwegs sind – im Vergleich wirken sie beinahe wie Ameisen. Ein Bild, das man eher aus hochalpinen Regionen kennt als aus Süditalien.
Außergewöhnliche Schneemengen
Der Ätna ist zwar für starke Wettergegensätze bekannt, doch die derzeitigen Schneehöhen gelten selbst für den höchsten aktiven Vulkan Europas als bemerkenswert. Besonders zwischen Mitte Januar und Mitte März kam es zu intensiven Schneefällen.
Als Hauptursache gilt der Zyklon „Harry“, der in diesem Zeitraum für ergiebige Niederschläge sorgte. In Kombination mit starken Verwehungen sammelte sich der Schnee in Mulden und Senken. Aktuell liegen die Schneehöhen vielerorts noch bei drei bis vier Metern, in höheren Lagen wurden sogar bis zu sechs Meter gemessen.
Anziehungspunkt für Besucher
Die Seilbahn bringt Besucher direkt in das betroffene Gebiet auf etwa 2.500 bis 2.850 Metern Höhe, etwa im Bereich Pian del Lago. Dort wurde die Strecke zuletzt freigeräumt, sodass Touristen und Fotografen das Naturschauspiel aus nächster Nähe erleben können.
(VOL.AT)