Kürzlich informierte sich der Dornbirner Stadtrat vor Ort über die weiteren Möglichkeiten. Hinter den Mauern des Klosters liegt ein Stück Stadtgeschichte – ein Ort der Ruhe, der bislang nur eingeschränkt zugänglich war. Mit dem Ankauf eröffnet sich nun die Möglichkeit, das Areal behutsam weiterzuentwickeln und stärker mit dem Leben in der Innenstadt zu verbinden.
Die Erwartungen an ein Kloster sind oft groß: weite Gänge, zahlreiche Räume, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Tatsächlich sind die räumlichen Kapazitäten jedoch begrenzt. Zudem bleibt das Gebäude weiterhin Wohn- und Wirkungsstätte von Franziskanermönchen, die dort leben und seelsorgerisch tätig sind. Diese Rahmenbedingungen prägen die weiteren Überlegungen.
In einem ersten Schritt wird daher geprüft, welche Nutzungen sich im bestehenden Rahmen und möglichst ohne bauliche Eingriffe umsetzen lassen. Ziel ist es, zusätzliches Leben ins Kloster zu bringen und zugleich seinen Charakter zu wahren. Parallel dazu wird eine langfristige Perspektive für das gesamte Areal entwickelt. Dieser Prozess ist offen angelegt und wird Zeit in Anspruch nehmen.
Klostergarten wird geöffnet
Konkreter sind die nächsten Schritte beim Klostergarten. Als Teil des inneren Grüngürtels nimmt er eine wichtige Rolle im Stadtgefüge ein. Bereits im Masterplan Innenstadt wurde eine Öffnung als öffentlicher Grünraum angedacht. Nun sollen mit möglichst geringem finanziellem Aufwand erste Maßnahmen gesetzt werden, um den Garten für die Bevölkerung zugänglich zu machen. Die Planungen werden derzeit vorbereitet. Die Umsetzung ist für Frühjahr beziehungsweise Sommer vorgesehen.
Kurzfristig setzt Stadt auf umsetzbare Lösungen im Bestand
Bürgermeister Markus Fäßler: "Mit dem Ankauf des Klosters haben wir die Möglichkeit geschaffen, diesen besonderen Ort behutsam weiterzuentwickeln und Schritt für Schritt für die Bevölkerung zu öffnen. Kurzfristig setzen wir auf umsetzbare Lösungen im Bestand. Für eine langfristig passende Nutzung des gesamten Areals braucht es jedoch eine sorgfältige Planung und einen entsprechenden Zeithorizont."
(Red.)