Drexel Brothandwerk bekommt neuen Firmenstammsitz
Denn der Lebensmittelhersteller hat im Hohenemser Betriebsgebiet Nord direkt hinter dem Garten-Center Dehner ein geeignetes Grundstück für einen vollständigen Neubau seines Firmenstammsitzes gefunden. Diesbezügliche Informationen bestätigte der geschäftsführende Gesellschafter Clemens Fischli im wpa-Gespräch.
Kapazitäten durch erste Ausbaustufe verdreifacht
So habe Drexel Brothandwerk das rund 4.000 Quadratmeter große Grundstück im Baurecht auf 40 Jahre erworben. "Dieser Standort fernab von Wohngebieten und mitten in einem Gewerbegebiet ist perfekt und erlaubt uns im ersten Schritt eine Verdreifachung unserer Produktionskapazitäten", so Fischli.
Das vorgesehene Produktions- und Bürogebäude sei so geplant, dass es sich explizit für einen sehr effizienten Produktionsablauf eignet. Zudem sei es irgendwann in der Zukunft auch möglich, das Gebäude für eine neuerliche Erweiterung zu spiegeln und so noch mehr Kapazitäten zu schaffen.
Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro
Jetzt allerdings konzentriere man sich erst einmal auf die erste Ausbaustufe. Aktuell laufen die Behördenverfahren, wie auch entsprechende Kundmachungen der BH Dornbirn zeigen. Gibt es grünes Licht, so könne Drexel Brothandwerk noch im Frühjahr 2026 mit den Bauarbeiten auf dem Grundstück beginnen.
Dafür seien wie in dem Gebiet üblich zuerst Pilotierungsarbeiten notwendig. Die Fertigstellung dürfte dann im zweiten Quartal 2027 erfolgen. Das Investitionsvolumen für das Gebäude beziffert Fischli mit rund vier Millionen Euro. Nach der Übersiedlung in das Betriebsgebiet Nord werde der bisherige Stammsitz im Hohenemser Stadtgebiet aufgelassen.
Umsatz verdoppelt
Mit der Geschäftsentwicklung zeigt sich Fischli "sehr zufrieden". So habe Drexel Brothandwerk den Umsatz zwischen 2021 und 2025 von 2,1 auf 4,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Exportanteil liege bei 50 Prozent, die Ausfuhren gehen vor allem nach Deutschland und Italien. Man sei auch überaus optimistisch, dass das Wachstum des Unternehmens anhalten dürfte.
Denn aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten am bisherigen Stammsitz habe man kaum aktiv Werbung betrieben. "Alles ist bislang nur über Mundpropaganda gelaufen, denn wir haben eine Reihe von sehr prominenten Abnehmern unserer Premium-Brote."
Drexel Brothandwerk ist ausschließlich im B2B-Bereich tätig und beliefert insbesondere Großhändler für den Gastronomie- und Hotelbereich, aber vermehrt auch den Einzelhandel. Die tiefgefrorenen Brote seien bei durchgehender Kühlkette bis zu einem Jahr haltbar. Das erklärt auch den Umstand, dass die Produkte von Drexel bis nach Singapur exportiert werden.
Familienunternehmen mit langer Tradition
Die Wurzeln von Drexel Brothandwerk reichen in das Jahr 1855 zurück. Das Familienunternehmen gehört mehrheitlich Günter und Jürgen Drexel, jeweils zehn Prozent der Anteile halten Clemens Fischli und Andreas Hagen.
(wpa/gübi)