Drohung mit Säureattentat beschäftigt Justiz

Der Angeklagte vor Gericht.
Der Angeklagte vor Gericht. ©Eckert
Ehefrau zeigte Ehemann wegen diverser Drohungen an, vor Gericht wollte sie plötzlich gar nichts mehr sagen.

Von Christiane Eckert

"Ich schütte Dir Säure ins Gesicht, wenn Du mich verlässt. Ich verbrenne Dich" und "Ich werde Dich lebendig begraben". Das waren laut Ehefrau die Drohungen, mit welchen der Gatte nach rund 30 Jahren Ehe die Beziehung retten wollte. Er dementiert und kontert: "Ich war wütend, ich arbeite hart und sie ist mir jetzt schon zum vierten Mal fremdgegangen. Vor ein paar Jahren betrog sie mich in Spanien mit einem Polizisten", jammert der 51-Jährige.

Umschwenken vor Gericht

Die Frau entscheidet sich kurzentschlossen, ihrem Ehemann nicht schaden zu wollen. Selbst Opferanwältin Eva Müller ist überrascht wegen des plötzlichen Sinneswandels der Frau. Doch gesetzlich ist dies möglich, dann dürfen alle Aussagen des "Opfers" vor der Polizei nicht verwertet werden.

Was jedoch hängen bleibt, ist eine Schlägerei mit der Frau und deren Freund. Der Angeklagte schlug beide mit einem Motorradhelm, die beiden wurden leicht verletzt. Auch eine Nötigung ist noch mit dabei. 800 Euro Strafe, 400 davon auf Bewährung, gibt es dafür. Das Urteil ist rechtskräftig und der Mann, der bisher im Gefängnis saß, darf gehen.

(VOL.AT)

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