Im ersten Halbjahr 2026 sind in Vorarlberg 2.089 Elektroautos neu zugelassen worden. Der Bezirk Bregenz weist den höchsten E-Auto-Anteil bei den Neuzulassungen auf.
Anteil der Elektroautos steigt weiter
Die Zahl der neu zugelassenen Elektro-Pkw in Vorarlberg ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) wurden 2.089 E-Pkw neu zugelassen. Das sind 643 Fahrzeuge mehr als im ersten Halbjahr 2025 und ein Anstieg von 44 Prozent.
Der Anteil der Elektroautos an allen Pkw-Neuzulassungen lag bei 25,4 Prozent. Damit wurde laut VCÖ sowohl bei der Anzahl als auch beim Anteil ein neuer Höchstwert für ein erstes Halbjahr erreicht. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 habe sich der Anteil der E-Pkw nahezu verneunfacht.
Bregenz vor Feldkirch und Dornbirn
Innerhalb Vorarlbergs weist der Bezirk Bregenz mit einem E-Pkw-Anteil von 28,1 Prozent den höchsten Wert auf. Es folgen Feldkirch mit 27,2 Prozent und Dornbirn mit 25,3 Prozent. Den niedrigsten Anteil verzeichnet der Bezirk Bludenz mit 18,6 Prozent.
Die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos verteilt sich laut Statistik Austria wie folgt:
- Feldkirch: 647
- Bregenz: 589
- Dornbirn: 579
- Bludenz: 274
Mehrheit der Neuwagen auf Unternehmen zugelassen
Nach Angaben des VCÖ wurden im ersten Halbjahr 60 Prozent aller neuen Pkw in Vorarlberg auf Firmen oder andere juristische Personen zugelassen. Bei Diesel-Pkw lag dieser Anteil bei 82 Prozent, bei Diesel-Hybridfahrzeugen bei rund 72 Prozent und bei Elektroautos bei 61 Prozent.
VCÖ fordert Änderungen bei Firmenwagenbesteuerung
Angesichts dieser Zahlen fordert der VCÖ ein Ende der steuerlichen Begünstigung privat genutzter Firmenwagen mit Verbrennungsmotor.
„Die erneute Eskalation im Nahen Osten treibt die Erdölpreise wieder in die Höhe und zeigt zum wiederholten Mal, wie wichtig es ist, die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Das Hinauszögern des Verbrenneraus bei Neuwagen schafft Verunsicherung, kommt der Bevölkerung letztlich teuer und schadet der Wirtschaft“, sagt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Der VCÖ spricht sich unter anderem für einen höheren Sachbezug bei privat genutzten Firmenwagen mit Verbrennungsmotor sowie für eine schrittweise Reduzierung der steuerlichen Absetzbarkeit solcher Fahrzeuge aus. Als Beispiel nennt die Organisation Belgien.
E-Pkw-Neuzulassungen in Vorarlberg (1. Halbjahr)
- 2026: 2.089 (25,4 Prozent)
- 2025: 1.446 (21,1 Prozent)
- 2024: 1.033 (16,0 Prozent)
- 2023: 1.274 (17,7 Prozent)
- 2022: 791 (17,7 Prozent)
- 2021: 865 (10,6 Prozent)
- 2020: 388 (3,8 Prozent)
- 2019: 485 (2,9 Prozent)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ
(VOL.AT)