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Ein alter Bekannter soll Bregenz Handball neu ordnen

©Stiplovsek
Bregenz Handball hat die Suche nach seinem neuen Cheftrainer abgeschlossen. Mehr als 20 Kandidaten standen auf der Liste. Am Ende fiel die Wahl auf einen Mann, der den Verein bestens kennt und nun mit einer klaren Vision zurückkehrt.

Die Verantwortlichen von Bregenz Handball haben sich Zeit gelassen. Mehr als 20 Kandidaten aus mehreren europäischen Ländern wurden geprüft, Gespräche geführt und Konzepte verglichen. Gesucht wurde nicht einfach ein Trainer für die erste Mannschaft. Gesucht wurde jemand, der den gesamten sportlichen Weg des Vereins mitgestalten kann.

Nun steht fest: Die Wahl fiel auf einen alten Bekannten, der mit Bregenz dreimal österreichischer Meister wurde.

Bregenz Handball hat seine Trainersuche abgeschlossen. Die Entscheidung betrifft nicht nur die erste Mannschaft. ©Steurer

Die Rückkehr eines Bregenzers

Viele Handballfans in der Festspielstadt werden sich noch an ihn erinnern. Bevor er an der Seitenlinie Verantwortung übernahm, stand er selbst neun Jahre für Bregenz auf dem Spielfeld. Danach führte ihn sein Weg in die Schweiz, wo er mehrere Jahre als Trainer in der Nationalliga B tätig war. Zuletzt arbeitete er bei Fides St. Gallen.

Ab der Saison 2026/27 kehrt Julian Rauch nun als Cheftrainer zu Bregenz Handball zurück.

Dass sich der 38-Jährige im Auswahlverfahren durchsetzen konnte, lag laut Verein nicht an einem einzelnen Argument. Ausschlaggebend sei vielmehr ein Gesamtkonzept gewesen, das sportliche Entwicklung, Nachwuchsarbeit und eine langfristige Vereinsphilosophie miteinander verbindet.

Neo-Trainer Julian Rauch und Bregenz Handball-Sportvorstand Florian Wassel ©Bregenz Handball

Mehr als nur ein Trainer für die erste Mannschaft

Bei Bregenz Handball soll Rauch nicht nur die HLA-Mannschaft betreuen. Sein Konzept umfasst die gesamte sportliche Struktur des Vereins.

Die Idee dahinter: Akademie, Anschlusskader und Kampfmannschaft sollen künftig noch enger miteinander verzahnt werden. Spieler sollen einen klar definierten Entwicklungsweg erhalten, der von den Nachwuchsteams bis in den Profibereich reicht. Gleichzeitig soll eine einheitliche Spielphilosophie entstehen, die in allen Altersstufen erkennbar ist.

Der Anschlusskader soll dabei als wichtige Brücke zwischen Jugend- und Spitzensport gestärkt werden. Ergänzend setzt der Verein auf Kooperationen in den Bereichen Performance Coaching und medizinische Betreuung.

Mehr als 20 Kandidaten wurden geprüft. Am Ende überzeugte ein Konzept für den ganzen Verein. ©Stiplovsek

"Die logische Fortsetzung einer Überzeugung"

Für Sportvorstand Florian Wassel ist die Verpflichtung ein weiterer Schritt auf einem bereits eingeschlagenen Weg.

"Wir haben vor einigen Jahren begonnen, konsequent auf eigene Spieler zu setzen. Heute gehen wir denselben Weg auf der Trainerseite. Julian Rauch kennt diesen Verein, diese Region, diese Mentalität und er hat in der Schweiz bewiesen, dass er Mannschaften nicht nur trainiert, sondern formt. Sein Konzept denkt Leistungssport vom Nachwuchs bis zur Bundesliga als Einheit. Das ist keine mutige Entscheidung. Das ist die logische Fortsetzung einer Überzeugung", sagt Wassel.

Auch Rauch selbst blickt seiner neuen Aufgabe mit Vorfreude entgegen.

"Ich freue mich riesig auf diese Aufgabe und bin stolz, Trainer dieses Vereins sein zu dürfen. Es ist etwas Besonderes, in die Stadt zurückzukehren, in der ich selbst als Spieler aufgewachsen bin und nun Verantwortung zu übernehmen für ein Projekt, das mich wirklich begeistert. Ich bin voller Vorfreude und kann es kaum erwarten, das Team kennenzulernen und gemeinsam mit der Arbeit zu beginnen", erklärt der künftige Cheftrainer.

(VOL.AT)

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