Wenn in Vorarlberg über verlässliche Stürmer gesprochen wird, fällt sein Name seit Jahren: Lukas Katnik. Der 36-Jährige blickt auf eine lange Karriere zwischen Regionalliga, 2. Liga und Bundesliga zurück und steht heute noch immer auf dem Platz. Beim FC Bizau fungiert er als Spielertrainer, gleichzeitig sammelt er Erfahrungen als Co-Trainer bei SW Bregenz. "Fußball ist mein Leben", sagt Katnik.
Prägende Jahre im Profifußball
Seine ersten fußballerischen Schritte machte Katnik beim FC Mäder, wo er das Spiel von Grund auf erlernte und seine Leidenschaft für den Fußball entwickelte. Sein Debüt im Profigeschäft feierte Katnik am 20. April 2007 in der 2. Liga für den FC Lustenau, ein Moment, der ihn bis heute prägt. "Das war eine richtig coole Zeit", erinnert er sich. Sportlich besonders erfolgreich waren für ihn die Jahre bei Austria Salzburg (87 Spiele, 33 Tore) und bei der WSG Tirol (95 Spiele, 24 Tore). Mit beiden Klubs feierte er Meistertitel, mit Wattens gelang 2019 auch der Sprung in die Bundesliga. "Dort habe ich viele Freunde fürs Leben gefunden."
Doch nicht jede Station verlief reibungslos. Seine Zeit bei Austria Lustenau war von Verletzungspech und der Corona-Pandemie geprägt. "Ich habe mir gleich am Anfang die Hand gebrochen, das war sehr schade", sagt Katnik. Auch deshalb blieben ihm, wie er selbst sagt, viele Spiele vor diesen "großartigen Fans" verwehrt.
Das Ende seiner Profikarriere fand er bei Schwarz-Weiß Bregenz. "Das war ein schöner Abschluss", sagt Katnik, der dem Klub bis heute verbunden ist und inzwischen in neuer Rolle tätig ist.
Vom Spieler zum Trainer
Der Übergang in den Trainerbereich kam für ihn nicht überraschend. "Es war für mich eigentlich immer klar, dass ich im Fußball bleiben will", sagt Katnik. Als Spielertrainer in Bizau vereint er aktuell noch beide Rollen, auch wenn sich der Fokus langsam verschiebt. "Derzeit bin ich noch mehr Spieler als Trainer, aber das wird sich ändern."
Seine Erfahrungen aus der aktiven Karriere helfen ihm dabei. Gleichzeitig hat sich seine Sicht auf den Fußball verändert. "Ich finde, jeder Spieler sollte einmal als Trainer arbeiten. Das gibt dir eine ganz andere Perspektive", sagt Katnik.
Unter der Woche unterstützt er zudem Andreas Heraf bei Schwarz-Weiß Bregenz. Die Zusammenarbeit sei lehrreich. "Ich kann mir viel abschauen, vor allem im Umgang mit Spielern und in der Kommunikation." Langfristig hat Katnik klare Ziele: "Ich möchte als Cheftrainer im Profibereich arbeiten." Derzeit arbeitet er an der Uefa-A-Lizenz.
Die Doppelrolle fordert ihn körperlich wie mental. Doch genau das reizt ihn. "Wenn ich nur Trainer wäre, würde mir etwas fehlen", sagt Katnik. Parallel absolviert Katnik eine Ausbildung zum Fahrlehrer. "Ich wollte einen Job, den ich gut mit dem Fußball kombinieren kann", sagt er. Die Parallelen liegen für ihn auf der Hand: "Man braucht viel Geduld, weil man mit jungen Menschen arbeitet", sagt er lachend.
Sportlich gefordert in Bizau
Mit dem FC Bizau steht im Frühjahr vor allem eines im Fokus: der Klassenerhalt in der VOL.AT-Eliteliga. "Wir wollen von hinten wegkommen und mehr Punkte holen als im Herbst", sagt Katnik. Zum Frühjahrsauftakt empfängt man am Samstag (17 Uhr) die Amateure von Austria Lustenau im Bergstadion. Eines hat sich beim Vollblutstürmer über all die Jahre nicht verändert: die Begeisterung. "Solange ich am Platz stehen kann, werde ich das auch tun."
(VOL.AT)