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"Ein Spiel, und du bist raus": Hard vor entscheidendem Schritt

Alpla HC Hard kämpft am Freitagnachmittag gegen Titelverteidiger Schwaz um den Finaleinzug im ÖHB-Cup.

Der zweite Titel der Handballsaison ist zum Greifen nah und der Alpla HC Hard will ihn sich nach dem Sieg beim neuen Ligacup-Format "MEHЯ LEBEN HNDBL3BEAT powered by Finanzfuchsgruppe" schnappen. Beim ÖHB-Cup Final Four in der Sport Arena Wien treffen die Vorarlberger am Freitagnachmittag (16.30 Uhr) im Halbfinale auf Titelverteidiger Sparkasse Schwaz Handball Tirol.

Es ist ein Duell zweier Mannschaften, die den Cup kennen, die Intensität solcher Spiele verinnerlicht haben und genau wissen, wie schmal der Grat zwischen Triumph und frühem Aus sein kann.

Dejan Babic und Co. konnten die Tiroler in der laufenden Saison bereits zweimal bezwingen. ©Serra

Favoritenrolle klar verteilt

Hard reist mit Selbstvertrauen an. Zweimal konnten die Roten Teufel ihren Halbfinalgegner in der laufenden HLA-Meisterliga-Saison bereits bezwingen und dabei ihre Qualität unter Beweis stellen. Doch im Cup verlieren solche Ergebnisse schnell an Bedeutung. "Im Cup gibt es nur dieses eine Spiel und da muss man von Anfang an da sein. Gelingt das nicht, ist man raus", weiß Hard-Youngster Lukas Fritsch.

Es ist eine klare Warnung vor einem Gegner, der gerade dann gefährlich ist, wenn der Druck am größten wird. Schwaz verpasste in der Liga die Play-offs und kämpft um den Klassenerhalt. Im Cup sehen die Tiroler die letzte Chance, eine durchwachsene Saison doch noch zu retten.

Lukas Fritsch weiß, worauf es im Cup ankommt. ©Alexandra Serra

Neue Deckungsvariante greift

Für Hard ist die Ausgangslage eine andere, aber nicht weniger emotional aufgeladen. Der fünffache Cupsieger hat den Pokal zuletzt 2023 geholt. Seither sind die Roten Teufel vom Bodensee nahezu titellos, der Hunger ist groß. Außerdem würde sich Hard-Trainer Hannes Jón Jónsson gerne mit dem Triple aus Hard verabschieden.

"Die Mannschaft hat in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet, sich weiterentwickelt und ist enger zusammengerückt", erklärt Fritsch. Neue Varianten wie die 5:1-Deckung haben zuletzt gegriffen und auch im Cup-Viertelfinale gegen Vöslau den Ausschlag gegeben.

Tumi Rúnarsson möchte sich mit einem Titel aus Hard verabschieden. ©Beate Rhomberg

"Cup hat eigene Gesetze"

Die Voraussetzungen für ein enges, intensives Spiel sind gegeben. Beide Teams kennen die Stärken des jeweils anderen genau. Beide wissen, dass im Cup oft Kleinigkeiten entscheiden, ein Ballgewinn, ein technischer Fehler oder eine Phase, in der die Konzentration kurz nachlässt.

Fritsch bringt es auf den Punkt: "Der Cup hat eigene Gesetze." Überraschungen sind keine Ausnahme, sondern Teil dieses Bewerbs, der 20-Jährige erinnert an den Cup-Sieg von Zweitligist West Wien vor zwei Jahren. Genau das macht die Aufgabe so heikel und gleichzeitig so reizvoll.

Das ÖHB-Cup Final Four findet erstmals auf neutralem Boden statt. ©Beate Rhomberg

Hard setzt auf Kampfgeist, Tempo und mannschaftliche Geschlossenheit. Die Roten Teufel sehen sich längst im Play-off-Modus und wollen diese Energie auch in Wien auf die Platte bringen.

"Wir sind bereit, alles füreinander zu machen", betont Fritsch. Diese Haltung könnte am Ende den Unterschied ausmachen, denn in einem Spiel, in dem Nuancen entscheiden, ist die Bereitschaft, an die Grenzen zu gehen, oft der Schlüssel zum Erfolg.

Hard-Trainer Hannes Jón Jónsson möchte sich mit Titeln aus Hard verabschieden. ©Stiplovsek

Krems oder Hollabrunn als mögliche Finalgegner

Auch Trainer Jónsson erwartet eine schwierige Aufgabe. Schwaz bringe Erfahrung, Qualität und den unbedingten Willen mit, die Saison mit einem Titel zu retten. Gleichzeitig vertraut man in Hard auf die eigene Entwicklung und die klare Zielsetzung. Der Fokus liegt auf dem Halbfinale, doch das große Ziel schwingt in jedem Satz mit.

Mit einem Sieg am Freitag wäre Hard nur noch einen Schritt vom zweiten Titel der Saison entfernt. Etwas mehr als 24 Stunden später steigt am Samstagabend (20.25 Uhr) das Finale. Dort wartet entweder Liga-Schlusslicht Hollabrunn oder Meister Krems, die am Freitagabend das zweite Halbfinale bestreiten.

Zuletzt stemmten die Roten Teufel am 22. April 2023 den Cup-Pokal in die Höhe. ©GEPA

Pokal zurück an den Bodensee holen

Im Cup zählt nur der Moment. Genau diesen Moment wollen die Roten Teufel in Wien für sich nutzen und den Pokal nach 2023 zurück an den Bodensee holen. Es wäre der zweite Titel der Saison und ein starkes Signal für die Play-off-Phase in der HLA-Meisterliga.

(VOL.AT)

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