Mit einem starken Auftritt ist Vorarlbergs Rodelnachwuchs in die neue Saison gestartet. Beim Auftaktrennen des ASVÖ-Cups im Eiskanal Bludenz jubelten die Talente über insgesamt elf Podestplätze, ein Ausrufezeichen gleich zu Beginn des Winters.
Der traditionsreiche Bewerb wird heuer bereits zum 30. Mal ausgetragen, der Bewerb in Bludenz eröffnete die Rennserie für die Jugendklassen. Rund 100 Athletinnen und Athleten aus Österreich, Deutschland, Italien und Liechtenstein nutzten die erste Standortbestimmung der Saison, für viele war es sogar der erste Rennlauf seit der Vorsaison.
Vorarlbergs Talente auf dem Podest
Für die heimischen Vereine verlief das Wochenende überaus erfreulich. Der SSV Bludenz stellte einmal mehr seine Rolle als Talenteschmiede unter Beweis. In der Klasse Jugend A männlich wurde Mateusz Lebenz Zweiter, geschlagen nur vom Tiroler Patrick Socher. Seine Teamkollegin Leonie Neyer setzte in der weiblichen Jugend A gleich ein starkes Zeichen und holte sich den Sieg. Dritte wurde Annalena Kottke vom RC Bludenz.
Auch in den jüngeren Klassen schlugen die Vorarlberger zu: In der Jugend C männlich gewann Ferdinand Fürstenberg (SSV Bludenz) vor seinem Teamkollegen Elias Neyer auf Rang drei. In der Jugend D sicherte sich Muhammed-Emin Cosgun (SSV Bludenz) den obersten Podestplatz.
In der Klasse Jugend E gab es gar einen Doppelsieg für den SSV Bludenz: Stella Koren und Clara Bischof fuhren auf Platz eins und zwei, John Grundner komplettierte das Vorarlberger Ergebnis mit Rang drei bei den Burschen.
Auch im Doppelsitzer gab es Grund zur Freude: Matheo Burtscher (gemeinsam mit Jonas Kallan) holte ebenso wie der Vorarlberger Doppelsitzer Leonie Neyer/Annalena Kottke den Sieg für den Landesverband.
Wettkampf mit internationalem Feld
Organisiert vom RV Imst, wurde der Bewerb in zwei Durchgängen durchgeführt. Während für die Tageswertung die addierten Zeiten beider Läufe zählten, floss für den ASVÖ-Cup jeweils nur der schnellste Lauf in die Wertung ein. Aufgrund der Umbauarbeiten in Igls fand das Auftaktrennen für die Nachwuchsrodlerinnen und Nachwuchsrodler in Bludenz statt, was den heimischen Athletinnen und Athleten natürlich etwas zugutekam.
Peter Schmid, Obmann des veranstaltenden RV Imst, zeigte sich zufrieden: "Der Ablauf war reibungslos, das Teilnehmerfeld stark besetzt und die Leistungen in den Klassen sehr ausgeglichen", sagte er nach dem Rennen.
Nachwuchsarbeit mit Perspektive
Seit Jahren gilt der ASVÖ-Cup als ein zentrales Sprungbrett im österreichischen Rodelsport. Viele heutige Weltklasseathleten wie etwa Jonas Müller begannen hier ihre Laufbahn. Die Serie bietet nicht nur wertvolle Rennerfahrung, sondern auch die Möglichkeit, sich in einem realistischen Wettkampfsetting zu beweisen.
Der Blick geht nun bereits auf die kommenden Bewerbe: Zwei weitere Rennen im Eiskanal Bludenz sowie das Saisonfinale in Innsbruck stehen im Kalender. Die Gesamtwertung des Cups belohnt schließlich jene, die über den gesamten Winter hinweg konstant Leistung bringen.
Für Vorarlbergs Nachwuchsrodler scheint der Kurs jedenfalls zu stimmen. Elfmal Edelmetall zum Auftakt, ein Start, der Lust auf mehr macht.
(VOL.AT)