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Endlich im Rampenlicht: "Showtime" für Princess Peach

Diese Prinzessin muss nicht von Mario gerettet werden: Peach glänzt auf der Switch!  

(Switch) Es wurde auch Zeit: Fast 20 Jahre nach ihrer ersten bzw. letzten Spiele-Hauptrolle („Super Princess Peach“ für 3DS anno 2005) tritt Prinzessin Peach wieder ins Rampenlicht: „Showtime!“ auf Nintendo Switch heißt ihr zweites eigenes Abenteuer, ganz ohne Mario. In diesem Singleplayer-Erlebnis zeigt sie ihre überraschende Vielseitigkeit und bleibt trotz flotter Action ideal für eine jüngere Zielgruppe.

 Worum geht es? Prinzessin Peach verbündet sich mit der Funkelfee Stella. Gemeinsam müssen sie die böse Grape und ihre Schergen aufhalten, die das Funkeltheater in ihre Gewalt gebracht haben. Die Geschichte bleibt während der rund 7 Stunden Spielzeit einfach, überschaubar und kindgerecht. Sie wird vor allem durch die Rendersequenzen sehr schön in Szene gesetzt.

„Showtime!" hebt sich vor allem durch seine abwechslungsreiche Kostümmechanik von den üblichen Jump'n'Runs ab. Mit Hilfe von Stellas magischer Schleife kann sich Peach nämlich je nach Situation verwandeln und erhält immer die zum Kostüm passenden Fähigkeiten. Patisserie-Peach dekoriert beispielsweise Torten, Eiskunstlauf-Peach gleitet grazil über das Eis. Insgesamt stehen 10 Kostüme in den insgesamt 30 Levels bzw. Aufführungen zur Verfügung. Nintendo beschreibt die neuen „Rollen“ der Prinzessin treffend wie folgt:

  • Fechterin Peach verweist die Sauertruppe mit eleganten Degenhieben, Ausweichmanövern und Konterattacken in ihre Schranken.
  • Mit klassischer Detektivmütze befragt Detektivin Peach Zeugen, geht Spuren nach und findet die Antwort auf die Frage „Wer hat’s getan?“.
  • Kung-Fu-Peach verteidigt sich mit artistischen Tritten und Sprüngen – oder schickt ihre Gegner mit Kraft und Geschicklichkeit auf die Bretter.
  • Patissière Peach backt und verziert süßes Gebäck, für dessen Gelingen das richtige Timing essenziell ist.
  • Ninja Peach verschmilzt mit Hilfe der Requisiten mit ihrer Umgebung, springt von Wand zu Wand, bewegt sich geschmeidig fort und greift ihre Gegner aus dem Hinterhalt an.
  • Cowgirl Peach sattelt ihr treues Pferd, schnappt sich mit dem Lasso nützliche Items und treibt ihre Gegner zusammen.
  • Meisterdiebin Peach schleicht sich durch die Verteidigung der Sauertruppe und genießt dabei die Spannung (sowie den Charme) der Spionage.
  • Eiskunstläuferin Peach gleitet graziös durch eine anmutige Show voll gewagter Pirouetten und Sprünge.
  • Meerjungfrau Peach nutzt ihre magische Stimme, um Lebewesen des Meeres zu lenken, neue Wege zu öffnen und in Harmonie mit einem Unterwasserorchester aufzutreten.
  • Superheldin Peach verteidigt mit ihren übermenschlichen Superkräften und mächtigen Hieben die Schwachen.

Alle Kostüme wurden liebevoll bis ins Detail gestaltet, variieren aber in Sachen Gameplay: Einige Outfits sind spielerisch interessanter als andere. Pro Level, das als Theaterkulisse inszeniert ist, gibt es eine Verkleidung. Diese kann leider nicht mit anderen bereits erspielten Kostümen getauscht werden.

Peach durchläuft die streng linearen Level/Szenen wie in klassischen Jump’n’Runs von links nach rechts. Jeder Schauplatz unterscheidet sich nicht nur optisch, sondern besticht auch durch spielerische Besonderheiten. Abseits des Weges wartet das eine oder andere Geheimnis und Sammelobjekt.

Die Steuerung ist zwar nicht mit ultrapräziser Mario-Akrobatik zu vergleichen, dafür aber intuitiv und unkompliziert. Jedes Kostüm beschränkt sich im Wesentlichen auf zwei Aktionstasten. Die jüngere Zielgruppe wird sich darüber freuen, zumal der Schwierigkeitsgrad überwiegend harmlos ist. Am Ende jedes Levels warten abwechslungsreiche Bosskämpfe, die etwas knackiger sind und gutes Timing erfordern. Erfahrene (oder erwachsene) Nintendo-Fans werden allerdings echte Herausforderungen vermissen.

Fazit: 8 von 10

Princess Peach: Showtime!“ ist ein würdiger Auftritt für die königliche Heldin. Vor allem das jüngere Publikum (plus dessen Familien) wird an der einfachen, aber charmanten Action seinen Spaß haben. Schade nur, dass das Spiel viel zu schnell vorbei ist – und dass Peach keinen zweite/n SpielerIn auf ihre Theatertour mitnehmen darf. Hier sollte Nintendo bald nachlegen, nicht erst in 20 Jahren. Für alle, die jetzt neugierig geworden sind: In der kostenlosen Demoversion im Nintendo eShop kann man zwei Aufführungen/Level anspielen.

(VOL.AT/Ländle Gamer)

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