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Endlich Wind am Bodensee: Erste WM-Rennen vor Bregenz gesegelt

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Nach zwei Tagen Flaute konnten bei der 8-Meter-Weltmeisterschaft am Bodensee am Mittwoch endlich die ersten Wettfahrten ausgetragen werden. Vorarlbergs Aushängeschild Werner Deuring segelte im ersten Rennen auf Rang drei.

Zwei Tage lang herrschte vor Bregenz vor allem eines: Flaute. Die 19 Boote aus sieben Nationen warteten bei der 8-Meter-Weltmeisterschaft vergeblich auf ausreichend Wind. Sowohl am Montag als auch am Dienstag verbrachten die Crews bis zu sieben Stunden auf dem Wasser. Gesegelt wurde trotzdem nicht. Am Mittwoch änderte sich die Lage endlich.

Bereits um 7 Uhr morgens liefen die historischen Yachten aus. Doch auch diesmal begann der Tag mit einer Enttäuschung. Der erste Versuch einer Wettfahrt musste abgebrochen werden, weil der Wind drehte. Für OK-Chef Wolfgang Mähr war das allerdings kein Grund zur Sorge. Wenig später folgte ein neuer Anlauf, und diesmal hielt der Wind lange genug.

Das deutsche Boot Elfe ist der einzige Zweimaster bei der WM ©VOL

Deuring sorgt für Vorarlberger Jubel

Gegen 9:30 Uhr konnte die erste gültige Wettfahrt der Weltmeisterschaft erfolgreich gestartet werden. Als Erster überquerte etwas überraschend der deutsche Steuermann Eckhard Kaller auf der Starling Burgess die Ziellinie. Dahinter folgte das favorisierte Boot Fleur de Lys. Für Jubel beim Yacht Club Bregenz sorgte Lokalmatador und Vizeweltmeister Werner Deuring, der mit seiner Pandora den starken dritten Platz belegte.

Werner Deuring kam auf der Pandora (l.) in der ersten Wettfahrt als Dritter ins Ziel. ©VOL
Auf den Segeln der 8mr-Yachten steht immer entweder die Ziffer 8 oder der Buchstabe H, der achte im Alphabet. ©VOL

Auch ein zweites Vorarlberger Boot ist mit dabei. Raphael Rüdisser steuerte die Bera, ein Boot mit besonderer Geschichte. Die Yacht gewann bereits 1924 olympisches Gold. Nach einem Fehlstart musste die Crew allerdings viel Boden gutmachen und erreichte Rang 15.

Die Bera wurde 1924 Olympiasiegerin. ©VOL
Imposante Bilder der Yachten vor dem Pfänder. ©VOL

Wind wird sofort genutzt

Nach zwei windlosen Tagen wollte man den vorhandenen Wind gleich voll auskosten. Kaum war die erste Wettfahrt beendet, wurde bereits die nächste gestartet. Diesmal wurde die Fleur de Lys ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit dem Sieg übernahm das Boot auch die Führung in der Gesamtwertung.

Deuring konnte das Spitzenergebnis aus dem ersten Rennen nicht ganz wiederholen und kam als Sechster ins Ziel. Rüdisser belegte Rang 14.

Die Froya hat noch den typischen Holzmast. ©VOL

Doch damit war der Segeltag noch nicht vorbei. Weil die Bedingungen weiterhin stabil blieben, schickte OK-Chef Wolfgang Mähr die Flotte gleich zu einer dritten Wettfahrt auf den Kurs.

Favorit setzt erstes Ausrufezeichen

Auch das dritte Rennen ging an die Fleur de Lys. Dahinter folgte die italienische Bona, Rang drei sicherte sich die ungarische Spazzo.

Nach drei gesegelten Wettfahrten führt die Fleur de Lys die Gesamtwertung an. Die Dominanz des Bootes kommt nicht überraschend. Unter dem Namen Yquem II gewann die Yacht bereits in den vergangenen vier Jahren den Weltmeistertitel und zählt seit Jahren zu den schnellsten 8-Meter-Yachten der Welt.

Die Bona überquerte die Ziellinie in der dritten Wettfahrt als Zweite. ©VOL

Für die Organisatoren ist der erfolgreiche Regattatag eine große Erleichterung. Nach Lindau im Jahr 2006 und Langenargen 2018 wird die prestigeträchtige Weltmeisterschaft erst zum dritten Mal am Bodensee ausgetragen.

Hoffnung auf weitere Rennen

Insgesamt sind neun Wettfahrten vorgesehen. Damit die Weltmeisterschaft offiziell gewertet werden kann, müssen allerdings mindestens fünf Rennen abgeschlossen werden. Ursprünglich war für Donnerstag kein Wettfahrtstag geplant. Je nach Windverhältnissen könnte das Programm nun aber angepasst werden.

Bis zur Abschlussregatta am Samstag bleibt die Hoffnung aller Beteiligten dieselbe: dass der Wind nach zwei Tagen des Wartens nun endlich am Bodensee bleibt.

(VOL.AT)

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