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Epstein-Mails aus Vorarlberg: Spur führt zu Russin

Ein brisantes E-Mail an Jeffrey Epstein sorgt in Vorarlberg für Aufsehen. Mehrere Indizien führen nun zu einer Russin mit engem Epstein-Kontakt.
Ein brisantes E-Mail an Jeffrey Epstein sorgt in Vorarlberg für Aufsehen. Mehrere Indizien führen nun zu einer Russin mit engem Epstein-Kontakt. ©APA/AFP/MARTIN BUREAU
Ein brisantes E-Mail an Jeffrey Epstein sorgt in Vorarlberg für Aufsehen. Darin ist von einem Skiurlaub im Montafon und zwei "very obedient" 15-Jährigen die Rede. Mehrere Indizien führen nun zu einer Russin mit engem Epstein-Kontakt.

Ermittler prüfen Hinweise aus Epstein-Files

Ein im Rahmen der sogenannten "Epstein Files" veröffentlichtes E-Mail an den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat in Vorarlberg Ermittlungen ausgelöst. In der Nachricht berichtet ein anonymer Absender von einem Aufenthalt im Montafon und erwähnt zwei 15-jährige Schweizer, die als "very obedient boys" beschrieben werden.

Das E-Mail stammt aus jenem umfangreichen Aktenbestand, den das US-Justizministerium im Zuge der Ermittlungen gegen Epstein veröffentlicht hat. Die Inhalte werden derzeit von den zuständigen Stellen ausgewertet.

Sprachliche und biografische Indizien

Mehrere Hinweise deuten darauf hin, dass das E-Mail von einer Russin stammen könnte, über die zuvor bereits die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet hatte. Laut diesen Berichten soll die Frau früher bei der liechtensteinischen LGT Bank in der Schweiz tätig gewesen sein und in engem Kontakt mit Epstein gestanden haben, so der ORF.

Auffällig ist, dass das Montafon-E-Mail sprachlich stark jenen Nachrichten ähnelt, die dieser Frau in den Epstein-Files zugeordnet werden. Zudem verweist der Absender auf den LSAT ("Law School Admission Test"), einen Aufnahmetest für das Jusstudium in den USA, der in der veröffentlichten Korrespondenz mit Epstein mehrfach thematisiert wird.

Hinweise aus weiteren E-Mails

Aus den Akten geht hervor, dass die Frau den LSAT zunächst nicht bestanden haben soll, später jedoch – entgegen Epsteins Rat – erneut angetreten sei. In weiterer Folge soll sie mit Unterstützung Epsteins an einer US-Eliteuniversität aufgenommen worden sein.

In anderen Nachrichten beschreibt sie auch ihre persönliche Situation. Demnach habe sie nach einem Raub ("robbery") ihre Tätigkeit in einer Agentur verloren und könne Epstein daher keine Frauen mehr "zuführen", wie sie selbst schreibt.

Sportliche Vergangenheit als weiteres Puzzleteil

Ein weiterer Aspekt, der auf diese Person aufmerksam macht, ist laut ORF ihre sportliche Vergangenheit. Die Frau soll frühere Olympia-Teilnehmerin in Snowboard-Wettbewerben gewesen sein. Im E-Mail aus dem Montafon bezeichnet sich der Absender ebenfalls als ehemaliger Athlet und Snowboarder – eine Übereinstimmung, die als weiteres Indiz gewertet wird.

Ermittlungen laufen

Unklar ist derzeit, wie die Aussagen über die beiden 15-Jährigen zu bewerten sind. Ob damit eine konkrete Missbrauchshandlung angedeutet wird oder ob die Formulierung lediglich dazu diente, Epsteins Aufmerksamkeit zu erregen, ist laut Behörden Gegenstand laufender Ermittlungen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich aktuell auf die Einordnung der veröffentlichten E-Mails und mögliche Bezüge nach Vorarlberg.

(VOL.AT)

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