In der Nacht auf Dienstag erreicht der sogenannte Erdbeermond seinen Höhepunkt. Der Juni-Vollmond steht besonders tief über dem Horizont und erscheint dadurch goldgelb bis rötlich. Auch in Vorarlberg stehen die Chancen gut, das Himmelsphänomen zu beobachten.
Wer am Montagabend oder in der Nacht auf Dienstag den Blick Richtung Himmel richtet, kann ein besonderes Naturschauspiel erleben. Am schönsten zeigt sich der Erdbeermond am Montagabend kurz nach seinem Aufgang gegen 21:35 Uhr. In den ersten 30 bis 60 Minuten wirkt der Vollmond durch seine niedrige Position über dem Horizont oft besonders groß und leuchtet goldgelb bis rötlich. Es handelt sich um den Vollmond im Juni, der in diesem Jahr besonders tief über dem südlichen Horizont verläuft.
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Durch seine niedrige Position muss das Mondlicht einen längeren Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegen. Dabei werden vor allem die blauen Lichtanteile gestreut, wodurch der Mond für Beobachter in warmen Gold-, Orange- oder Rottönen erscheint.
Wo der Erdbeermond am besten zu sehen ist
Die besten Chancen auf einen eindrucksvollen Anblick bestehen kurz nach dem Mondaufgang am Montagabend. Voraussetzung ist ein möglichst freier Blick Richtung Osten sowie ein Standort abseits starker Lichtquellen. Gerade in höher gelegenen Regionen Vorarlbergs oder außerhalb der Ortszentren dürfte sich das Naturschauspiel besonders gut beobachten lassen – sofern das Wetter mitspielt.
Der Name hat nichts mit der Farbe zu tun
Trotz seines Namens verdankt der Erdbeermond seine Bezeichnung nicht der rötlichen Färbung. Der Begriff stammt aus den traditionellen Mondkalendern nordamerikanischer Ureinwohner. Er verweist auf die Zeit der Erdbeerernte, die Ende Juni beginnt. In Europa waren für den Juni-Vollmond früher Bezeichnungen wie "Honigmond" oder "Brachmond" gebräuchlich.
Astronomisch ist der diesjährige Erdbeermond zudem ein sogenannter Mikromond. Da sich der Mond in der Nähe seines erdfernsten Punktes befindet, wirkt er am Himmel geringfügig kleiner als ein durchschnittlicher Vollmond. Mit bloßem Auge ist dieser Unterschied allerdings kaum wahrnehmbar.
(VOL.AT)