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"Es fühlt sich ein bisschen wie Heimat an"

©GEPA
ÖHB-Teamspieler Markus Mahr erlebt in der Bregenzer Handball-Arena Rieden eine emotionale Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

Er kennt die Wege, die Kabine, das Parkett und vor allem die Stimmung in der Handball-Arena Rieden. Wenn Österreichs Handball-Nationalteam am Samstag (18 Uhr) im freundschaftlichen Länderspiel auf Nordmazedonien trifft, wird Markus Mahr einmal mehr im Mittelpunkt stehen: Der 25-jährige Rückraumspieler kehrt dorthin zurück, wo er sportlich seinen Feinschliff erhielt und seine Zeit ein abruptes Ende nahm.

Zwischen Erinnerungen und Vorfreude

Der Wiener, der von 2023 bis 2025 für Bregenz Handball auflief, in dieser Zeit 202 Tore erzielte und zum MVP der HLA MEISTERLIGA gewählt wurde, verbindet mit dem Ländle weit mehr als nur sportliche Erinnerungen. "Ich habe hier sehr, sehr gerne gelebt", sagt Mahr. "Die Stadt, der See, die Natur, das war für mich perfekt."

Blickt heute noch gerne auf seine Zeit in Bregenz zurück: Markus Mahr ©Stiplovsek

Die Rückkehr in die Halle fühlt sich für ihn "ein bisschen wie Heimat" an. Es war seine erste Station außerhalb Wiens, die erste eigene Wohnung und eine prägende Zeit. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Wiedersehen mit Fans und Wegbegleitern. "Ich freue mich extrem auf die Stimmung in der Halle und dass ich hier wieder spielen darf."

Derzeit in Bestform

Dass das Nationalteam bewusst auch im Westen Station macht, begrüßt der 33-fache Teamspieler. "Es ist wichtig, dass wir nicht nur in Wien spielen. Auch hier gibt es eine riesige Handballbegeisterung." Die Erinnerungen sind durchwegs positiv: Das letzte Länderspiel in der Festspielstadt wurde 2024 gegen die Türkei mit 31:28 gewonnen. Mahr selbst erzielte damals in seinem ersten Länderspiel als Bregenz-Akteur einen Treffer.

Markus Mahr blickt dem Länderspiel in Bregenz mit Vorfreude entgegen. ©Steurer

Sportlich reist Mahr in Topform an. Beim deutschen Zweitligisten VfL Potsdam hält er aktuell bei 103 Toren in 19 Spielen, ist bester Werfer seines Teams und nach überstandener Schulterverletzung wieder voll im Rhythmus. "Ich fühle mich gut und bin überzeugt, dass ich derzeit einen sehr guten Handball spiele."

In Potsdam läuft es für Mahr aktuell richtig gut. ©Verein

Ein Kapitel, das abgeschlossen ist

Untrennbar mit seiner Zeit am Bodensee verbunden bleibt allerdings auch jene Szene, die weit über die Landesgrenzen hinaus für Diskussionen sorgte: das Foul des damaligen Hard-Spielers Ivan Horvat am 30. April des Vorjahres, bei dem Mahr einen mehrfachen Nasenbeinbruch erlitt.

Für den Betroffenen selbst ist das Kapitel längst aufgearbeitet. "Es ist nicht mehr wirklich präsent bei mir", sagt Mahr rückblickend. "Ich habe das komplett sportlich genommen und habe auch niemandem Absicht unterstellt."

Auch wenn das Ende seiner Bregenzer Zeit schmerzte, überwiegen heute die positiven Momente. "Ich war natürlich ein bisschen enttäuscht und traurig, dass es so zu Ende gegangen ist. Aber ich habe keine schlechten Gedanken und ich glaube, es kann nur besser werden", sagt der 25-Jährige mit einem Lächeln.

Die teils hitzigen Reaktionen rund um den Vorfall haben ihn dennoch zum Nachdenken gebracht. "Es hat mir ein wenig die Augen geöffnet", erklärt Mahr. "Im Nachgang war vieles nicht nur sportlich und genau das sollte es eigentlich nicht sein. Wir sollten uns auf das konzentrieren, was auf dem Spielfeld passiert."

Blick Richtung WM-Playoff

Das Spiel gegen Nordmazedonien ist für ihn mehr als ein freundschaftlicher Vergleich, es ist ein wichtiger Schritt mit Blick auf das WM-Playoff am 13. Mai gegen Polen oder Lettland. "Für uns ist jedes Spiel das wichtigste", sagt er. "Wir müssen jedes Spiel wie ein Quali-Spiel angehen."

Der Blick mit dem Nationalteam richtet sich schon auf das WM-Playoff im Mai. ©GEPA

Die Fans dürfen sich auf einen gewohnt aktiven, mutigen Auftritt freuen. "Ich werde immer mein Bestes geben, ins Eins-gegen-eins gehen und versuchen, mein Spiel durchzuziehen." Gleichzeitig richtet er einen klaren Appell an das Publikum: "Es wird ein richtig cooles Event. Wenn die Halle voll ist, ist es noch schöner."

(VOL.AT)

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